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Mehr Natur-, weniger Kunstschnee

Nach der Zeugnisverteilung am Freitag beginnen in den ersten beiden Bundesländern - Wien und Niederösterreich - die Semesterferien. Spätestens einen Tag später rollt die erste Reisewelle los in Richtung Westen und Süden, wo sich die Tourismusbetriebe auf eine sehr gut gebuchte Saison vorbereiten.

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Ein halber Meter Schnee im Ort, bis zu zwei Meter Schnee auf dem Gipfel - vergleicht man die Schneelagen in den Tourismusgebieten des Landes, steigt die Vorfreude auf die bevorstehenden Ferien. Über einen Mangel an Schnee kann man sich heuer also in kaum einem Skigebiet beschweren - und es kommt noch mehr.

Kinder auf einer Skipiste

ORF.at/Christian Öser

Nach der Verteilung der Semesterzeugnisse heißt es für viele Familien: ab auf die Skipiste

Erst Schnee, dann Kälte, schließlich: Sonne

Laut ORF-Wetterredaktion schneit es bis zum Wochenende noch auf allen Bergen - von Vorarlberg bis Niederösterreich, von Oberösterreich bis Osttirol. Dazu sinken gegen Ende der Woche dank einer kräftigen Nordwestströmung die Temperaturen wieder. Auch wenn die Meteorologen wie immer auf die Unsicherheit von längeren Prognosen hinweisen: Aus aktueller Sicht kommt nach dem Schnee nicht nur Kälte, sondern auch die Sonne.

Aktuelle Schneehöhen

Tal Berg
Bad Kleinkirchheim 30 cm 95 cm
Nassfeld 50 cm 105 cm
Flachau Snow Space 60 cm 180 cm
Skischaukel Bad Gastein-Bad Hofgastein 55 cm 210 cm
Zell am See - Schmittenhöhe 55 cm 184 cm
Hochkönig 130 cm 190 cm
Lackenhof/Ötscher 90 cm 120 cm
Dachstein West 100 cm 160 cm
Hinterstoder 40 cm 170 cm
Schladming/Planai 90 cm 150 cm
Semmering/Stuhleck 50 cm 100 cm
Lech/Zürs 160 cm 235 cm
Damüls 180 cm 220 cm
St. Anton am Arlberg 140 cm 375 cm
Ellmau-Going 80 cm 165 cm
Fieberbrunn 95 cm 200 cm
exemplarisch ausgewählte Skigebiete, Quelle: wetter.ORF.at

Weniger Kunstschnee als in den vergangenen Jahren

Dank der niederschlagsreichen ersten Wintermonate ist heuer verhältnismäßig wenig Kunstschnee auf den Pisten. Laut Michael Manhart, Geschäftsführer der Skilifte Lech, hat man heuer im gesamten Skigebiet Lech/Zürs (Vorarlberg) eine halbe Million Kubikmeter Kunstschnee erzeugt - normalerweise brauche man die doppelte Menge - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

Sowohl auf der Tiroler als auch auf der Vorarlberger Seite des Arlbergs waren noch vor einer Woche ganze Täler von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen und Bahnverbindungen unterbrochen, und Urlauberinnen und Urlauber saßen in ihren Quartieren fest, erstmals seit 1999 wurde die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen - mehr dazu in tirol.ORF.at.

Skipiste

ORF.at/Christian Öser

Um über leere Pisten schwingen zu können, muss man in den Ferienwochen früh aufstehen

Die Lage hat sich mittlerweile entspannt - trotzdem sollte man auf dem Weg in die Skigebiete nicht auf die nötige Ausrüstung verzichten. Die Ö3-Verkehrsredaktion warnt in den kommenden Tagen vor allem vor winterlichen Verhältnissen in den Nordalpen.

Ferienbeginn auch in acht deutschen Bundesländern

Traditionell zählen die Februar-Wochenenden aufgrund der österreichischen Semesterferien zu den stärksten Reisewochenenden des gesamten Jahres. Zusätzlich zum Ferienstart in Wien und Niederösterreich kommen dieses Wochenende viele Urlauber aus Deutschland, wo in acht Bundesländern die Ferien beginnen - sowie aus Tschechien und Polen.

Hauptreisetag ist laut Ö3-Verkehrsredaktion den ganzen Februar über der Samstag, weil an diesem Tag klassischerweiser der Urlauberschichtwechsel in den Quartieren stattfindet. Die zweite, schwächere Reisewelle rollt dann am Sonntag über Österreichs Straßen.

Hotellerie zufrieden mit Buchungslage

Laut Auskunft des Fachverbands für Hotellerie ist die Buchungslage in den Skigebieten sehr gut. Ein Nachfrage in den Wintersportorten ergab ein durchwegs positives Feedback mit Hinweis auf die Schneelage. Aus Ramsau (Steiermark) meldet man etwa, dass man für die kommenden drei Ferienwochen ausgebucht sei. In Kärnten rechnet man mit einer sehr starken Saison und einem Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr, auch in Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist man zufrieden. Kurzentschlossene müssen in diesem Jahr möglicherweise etwas länger suchen, um noch ein Quartier zu finden - ganz unmöglich ist es aber auch heuer nicht.

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