Ex-UKIP-Chef Farage erwägt zweites „Brexit“-Referendum
Der ehemalige Chef der EU-feindlichen britischen UK Independence Party (UKIP), Nigel Farage, will unter Umständen erneut über den Ausstieg seines Landes aus der Europäischen Union abstimmen lassen. Das sagte Farage heute in einer Talkshow des britischen TV-Senders Channel 5.
Mit dem Vorschlag will Farage der anhaltenden Kritik an dem Ausstieg ein für alle Mal ein Ende bereiten. „Sie werden weiterhin jammern, heulen und klagen, den ganzen Prozess hindurch“, sagte Farage über EU-freundliche Politiker in seinem Land.
Regierung schließt „Brexit“-Referendum aus
„Vielleicht - nur vielleicht - erreiche ich den Punkt, dass ich glaube, wir sollten eine zweite Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft haben.“ Das würde die Debatte „abtöten“, so Farage. „Der Prozentsatz, der für den Austritt stimmen würde, wäre beim nächsten Mal sehr viel größer.“
Die britische Regierung schließt ein zweites Referendum allerdings aus. Einen solchen Schritt werde es nicht geben, sagte ein Sprecher von Premierministerin Theresa May.
Die Briten hatten sich im Juni 2016 mit einer Mehrheit von rund 52 Prozent für einen Austritt aus der EU entschieden. Farage gehörte zu den prominentesten „Brexit“-Befürwortern. Im März 2019 soll Großbritannien aus der Staatengemeinschaft ausscheiden.