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Begegnung in Grenzstadt Panmunjom

Erstmals seit gut zwei Jahren wollen Regierungsvertreter Nord- und Südkoreas wieder zu Gesprächen zusammenkommen. Das südkoreanische Vereinigungsministerium teilte am Freitag mit, in der Früh sei ein Fax aus Nordkorea eingetroffen. In der Mitteilung: Die Führung in Pjöngjang nehme das südkoreanische Gesprächsangebot für Dienstag an.

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Dabei solle es um die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar, aber auch um eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen gehen.

Nordkoreanische Soldaten in Panmunjom

AP/David Guttenfelder

Soldaten in der Grenzstadt Panmunjeom, in der die Gespräche am Dienstag stattfinden werden

Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium erklärte, die Regierung in Seoul halte an der Forderung fest, dass Nordkorea sein Atomprogramm aufgibt. Zudem werde sie bei den Gesprächen in engem Kontakt mit den USA und ihren anderen Verbündeten bleiben. Beide Seiten müssen ihre Vertreter für das Treffen noch bestimmen.

Erst überraschendes Angebot durch Kim Jong Un

Der nordkoreanische Machthaber Kim hatte in seiner Neujahrsansprache Südkorea überraschend ein Gesprächsangebot gemacht und auch die Teilnahme an den Winterspielen in Aussicht gestellt. Kim bekräftigte aber zugleich, an dem Atom- und Raketenprogramm festhalten zu wollen, und drohte erneut mit der Einsatzbereitschaft der Nuklearwaffen.

Ein südkoreanischer Beamte telefoniert in Panmunjom mit einem nordkoreanischen Kollegen

Reuters/Yonhap

Das Telefon in Panmunjeom, einem militärischen Stützpunkt in der demilitarisierte Zone

Südkorea hatte Kims Gesprächsangebot begrüßt und den 9. Jänner für ein Treffen vorgeschlagen. Als Zeichen einer Annäherung hatten die beiden verfeindeten koreanischen Staaten daraufhin am Mittwoch eine direkte Telefonverbindung an der schwer bewachten Grenze wieder aktiviert, um einen Dialog voranzutreiben.

Donald Trump: „Gespräche sind gut“

Trump führte das Einlenken Nordkoreas auf seine Politik der Stärke zurück. Er hatte sich in den vergangenen Monaten bis zuletzt einen verbalen Schlagabtausch mit Kim und anderen Vertretern der Führung in Pjöngjang geliefert. Beide Seiten überzogen einander mit Kriegsrhetorik und Drohungen. Die USA setzten eine Verschärfung der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea durch und erhöhten den Druck auf China, seinen Einfluss stärker für ein Einlenken Nordkoreas zu nutzen.

Nach anfänglicher Zurückhaltung begrüßte Trump nun die Bereitschaft zum Dialog zwischen den koreanischen Staaten. „Gespräche sind gut“, schrieb er am Donnerstag auf Twitter. Trump kündigte zudem an, auf gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea während der Olympischen Spiele zu verzichten. Diese Manöver werden von Nordkorea immer wieder als aggressiver Akt sowie Vorbereitung einer Invasion gewertet und führten regelmäßig zur Eskalation in den ohnehin angespannten Beziehungen.

US-Verteidigungsminister James Mattis sprach vor Journalisten von einem Schritt der „Konfliktentschärfung“. Er deutete zugleich an, dass die regulären Frühjahrsmanöver erst kurz nach den Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang beginnen sollen, die im März auf die Olympischen Spiele folgen.

USA: Nukleares Säbelrasseln mit Nordkorea

Nach dem jüngsten Test einer neuen nordkoreanischen Interkontinentalrakete hatte der UNO-Sicherheitsrat erst vor Weihnachten die Sanktionen gegen das Land nochmals verschärft. Pjöngjang hatte angegeben, mit der Rakete das gesamte US-Festland erreichen zu können.

Trump hatte noch am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter in Richtung Kim gedroht: „Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe.“ Der nordkoreanische Machthaber hatte in seiner Rede vom Montag seinerseits den USA gedroht, dass sein „Atomwaffenknopf immer auf seinem Schreibtisch“ sei.

China begrüßt geplantes Treffen

China begrüßt unterdessen die anstehenden Gespräche auf der koreanischen Halbinsel und ruft zu einer weiteren Entspannung der Lage auf. „Als Nachbar unterstützt China die jüngsten positiven Maßnahmen der beiden Koreas, ihre gegenseitigen Beziehungen zu entspannen“, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang am Freitag in Peking. China habe durchweg eine positive und konstruktive Rolle gespielt und unermüdlich daran gearbeitet, die Probleme bei den Nachbarn zu lösen. Man hoffe, dass die internationale Gemeinschaft nun weitere Unterstützung anbiete.

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