Hofer deutet Ablöse Ederers bei ÖBB an
Der neue Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) hat im Ö1-Morgenjournal die Ablöse von Brigitte Ederer als ÖBB-Aufsichtsratschefin angedeutet. „Man muss schon verstehen, und da bitte ich um Verständnis, dass ich natürlich schaue, speziell bei einem Aufsichtsgremium, dass ich dort Menschen habe, denen ich wirklich vertraue“, sagte Hofer auf die Frage, ob Ederer an der Spitze bleiben werde.
Hofer verwies darauf, dass Ederer „sehr stark auch in der SPÖ engagiert war“, und er kenne sie persönlich nicht. Arnold Schiefer hingegen - der Name des Heta-Vorstands kursiert als möglicher Ederer-Nachfolger - „ist jemand, der mein Vertrauen genießt, aber wir haben noch nicht entschieden, ob und in welchem Bereich Herr Schiefer aktiv werden wird“, sagte Hofer.
Bei den ÖBB will Hofer die Effizienz verbessern und weiter investieren, denn davon hänge der Standort Österreich ab. Beim Personal werde man versuchen, „bei Abgängen etwas weniger nachzubesetzen“.
Testlauf für Rechtsabbiegen bei Rot
Gegenüber Ö1 kündigte Hofer auch an, dass die Einführung des Rechtsabbiegens bei Rotlicht auf Straßenkreuzungen „sehr rasch“ gestestet werden soll. Den im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ angekündigten Modellversuch plant er „in der ersten Phase des nächsten Jahres“.
„Wir werden das prüfen und testen, aber ich muss auch schauen, ob es in Österreich funktioniert“, so der FPÖ-Vizeparteichef. Es könne am Anfang auch ein gewisses Risiko vorhanden sein. „Also das werden wir uns ganz, ganz genau ansehen. Wenn es funktioniert, dann wäre es für den Verkehrsfluss in Österreich von großer Wichtigkeit.“