Bundesländer wollen Krankenkassen behalten

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Die Gesundheitsreferenten der Bundesländer haben sich heute - entgegen den Überlegungen von ÖVP und FPÖ - klar gegen eine Zentralisierung der Gebietskrankenkassen ausgesprochen. Man brauche starke Systempartner an Ort und Stelle, betonten Christian Bernhard (Vorarlberg, ÖVP), Beate Prettner (Kärnten, SPÖ), Bernhard Tilg (Tirol, ÖVP) und Christian Stöckl (Salzburg, ÖVP) in Dornbirn.

Man spreche sich sehr für die Harmonisierung von Leistungen sowie - „wo sie Sinn machen“ - Zusammenlegungen im Verwaltungsbereich aus, so das Quartett nach der Sitzung der Gesundheitsreferenten. Die Entscheidungsbefugnis müsse aber jedenfalls bei den Krankenkassen in den Ländern bleiben, betonten die Gesundheitsverantwortlichen unisono. „Wegen jeder Kleinigkeit zu Verhandlungen nach Wien pendeln zu müssen ist kein Thema“, sagte etwa Stöckl.

Auch Landesspitäler sollen beim Land bleiben

Einig waren sich die Gesundheitsreferenten auch darüber, dass die Landeskrankenhäuser in der Hand der Länder verbleiben sollen - auch über die Übernahme der Landesspitäler in Bundeshand soll in den Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ gesprochen worden sein.

Für jeden vernunftbegabten Menschen sei das klar, stellte Bernhard dazu fest. Prettner wünschte sich zwar zu manchen Fragen des Gesundheitsbereichs bundesweite Vorgaben, das Handeln müsse aber weiterhin den Ländern obliegen.

Die Gesundheitsreferenten warnten zudem vor einem eklatanten Ärztemangel und sprachen sich für Änderungen beim Aufnahmetest für angehende Medizinstudenten aus. Ebenso müsse dem berechtigten Wunsch nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance der Allgemeinmediziner Rechnung getragen werden, hieß es.