Axtattacke in der Schweiz: Acht Menschen verletzt

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Bei einer Gewalttat mit einer Axt in Flums im Schweizer Kanton St. Gallen sind acht Menschen verletzt worden, darunter ein acht Monate altes Kind. Beim Verdächtigen handelt es sich um einen 17-jährigen Letten. Er war mit einer Hacke auf seine Opfer losgegangen.

Die abgeriegelte Tankstelle im Schweizer Flums

APA/AP/Keystone/Eddy Risch

Flucht mit gestohlenem Fahrzeug

Der Jugendliche griff gestern kurz nach 20.00 Uhr auf dem Postplatz in Flums mehrere Passanten an. Zunächst attackierte er ein Ehepaar mit einem Kleinkind, berichtete die Kantonspolizei St. Gallen heute. Die 30-jährige Frau und der 36-jährige Mann wurden beide verletzt, der Mann schwer. Das Baby fiel aus dem Kinderwagen, es befand sich heute noch zur Überwachung in einem Spital.

Passanten, die den Opfern helfen wollten, wurden ebenfalls verletzt. Danach flüchtete der Angreifer mit einem gestohlenen Fahrzeug, mit dem er dann einen Unfall verursachte. Wahrscheinlich zu Fuß gelangte er zu einem Tankstellenshop, wo er weitere Menschen verletzte.

Jugendlicher hatte Gewaltfantasien

Der Angriff geht nach Justizangaben wohl auf psychische Probleme des Täters zurück. Der Jugendliche sei in seiner Handwerkerlehre wegen Gewaltfantasien in diesem Jahr mehrfach aufgefallen und könnte an einer Persönlichkeitsstörung leiden, sagte Staatsanwalt Stephan Ramseyer.