Hamas-Vertreter bekräftigt Ziel der Zerstörung Israels

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Der Gaza-Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas hat heute das Ziel der Zerstörung Israels bekräftigt. „Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden“, sagte Jahia al-Sinwar bei einem Treffen mit Jugendlichen in Gaza.

Im Rahmen eines Versöhnungsprozesses mit der Hamas will die Regierung des gemäßigteren Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas die Herrschaft im Gazastreifen und im Westjordanland vereinen. Die Abbas-geführte Regierung soll die Verwaltung im Gazastreifen vollständig bis zum 1. Dezember übernehmen. Viele Streitfragen sind jedoch noch ungeklärt, etwa das Schicksal der Hamas-Milizen. Ende November sind weitere Gespräche der Fraktionen in Kairo geplant.

Hamas lehnt Anerkennung des jüdischen Staats ab

Die Hamas lehnt Forderungen der USA und Israels nach einer Entwaffnung und einer Anerkennung des jüdischen Staates rigoros ab. „Wenn Fatah und Abbas sich während künftiger Friedensverhandlungen auf die Gewehre des Widerstands stützen wollen, dann wird das die palästinensische Sache in eine stärkere Position versetzen“, sagte Sinwar den Jugendlichen. In einem künftigen Krieg mit Israel werde man dessen Armee „zerschlagen, sodass sie nie wieder aufsteht“.

Israels Sicherheitskabinett hatte am Dienstag erklärt, man werde nicht mit einer palästinensischen Regierung Verhandlungen führen, an der die Hamas beteiligt sei. Das könne sich nur ändern, wenn die Hamas eine Reihe von Bedingungen erfülle: Israel anerkennen und dem Terrorismus abschwören, Entwaffnung der Milizen, Rückführung israelischer Gefangener und der Leichen von Soldaten, vollständige Sicherheitskontrolle der Abbas-Behörde im Gazastreifen einschließlich der Grenzübergänge, Kampf gegen Hamas-Terror im Westjordanland und Beendigung der Hamas-Verbindungen zum Iran.