UNO beklagt Misshandlung von Flüchtlingen in Libyen

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Die UNO hat die „schockierende“ Misshandlung Zehntausender Flüchtlinge in Libyen beklagt. Mehr als 20.000 Flüchtlinge und Migranten seien in der Gegend von Tripolis von Schleppern in Lagern festgehalten und körperlich, seelisch und sexuell misshandelt worden, erklärte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR heute in Genf.

Die Schilderungen, in denen unter anderem von desaströsen Lagerbedingungen, Zwangsarbeit und -prostitution die Rede ist, stammten vor allem aus den Reihen von mehr als 14.500 Flüchtlingen, die in einem Lager in Sabrata, westlich von Tripolis, festgehalten wurden. Dieses Lager wurde kürzlich von libyschen Regierungstruppen eingenommen.

Auch Schwangere und Neugeborene

Noch immer seien schätzungsweise 6.000 Menschen unter ähnlichen Bedingungen in der Gewalt der Schlepper, sagte UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic. Die Misshandlungen beträfen auch Schwangere und Neugeborene.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Rivalisierende Milizen kämpfen um die Vorherrschaft. Libyen ist eines der Haupttransitländer für Flüchtlinge aus Afrika auf ihrem Weg nach Europa.