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Video zeigt Raketeneinschlag

Beim großen russisch-weißrussischen Militärmanöver „Sapad“ dürfte es zu einem schweren Zwischenfall gekommen sein. Russische Medien berichteten von zwei Schwerverletzten. Auf einem Video ist zu sehen, wie ein russischer Militärhubschrauber auf eine Gruppe Autos - und Zuseher - schießt. Das russische Militär wies die Berichte als haltlos zurück.

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Der Videoclip zeigt zwei Hubschrauber, die sich im Tiefflug einer Gruppe geparkter Fahrzeuge nähern. Eine nicht näher erkennbare Person spaziert vor den Autos, als einer der beiden Helikopter eine Rakete abfeuert, die nur wenige Meter neben den parkenden Autos einschlägt. Die große Explosion hüllt nicht nur den Parkplatz in ein große Staubwolke, sondern bringt auch den Kameramann zu Fall. Das russische Newsportal 66.ru sprach von zwei Schwerverletzten. Außerdem soll die Explosion zwei Fahrzeuge zerstört haben.

Militär weist Berichte über Verletzte zurück

Das russische Militär wies am Dienstag derartige Berichte allerdings zurück. Meldungen in Sozialen Netzwerken über den Beschuss von Journalisten sowie schwer verletzte Opfer seien entweder eine Provokation oder dumm, sagte ein Sprecher des westlichen Wehrbezirkes den Agenturen TASS und Interfax zufolge. Der Militärsprecher sagte, am Montag habe es keinen derartigen Vorfall gegeben. Das Video zeige ein Ereignis, das zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen worden sei. Dabei sei versehentlich ein unbesetzter Transporter getroffen worden.

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Rakete schlägt neben Parkplatz ein

Das Video mit dem Raketeneinschlag wurde am Dienstag auf mehreren News-Portalen veröffentlicht.

Laut den Medienberichten ereignete sich der Vorfall am Sonntag oder Montag beim russisch-weißrussischen Großmanöver „Sapad“. Als Ort nannten die Berichte den Schießplatz Luzhsky, etwa 100 Kilometer östlich der russisch-estnischen Grenze. Laut 66.ru wurde das Video dem Newsportal von einem anonymen Zeugen zugespielt. Am Dienstag veröffentlichte es neben 66.ru auch das Newsportal Fontanka.ru.

Putin inspizierte Großmanöver

Erst am Montag hatte der russische Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin das international umstrittene Großmanöver inspiziert. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow besuchte er nach Kreml-Angaben einen Truppenübungsplatz in der Nähe von St. Petersburg. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko kündigte für Mittwoch eine Inspektion der Übung an, wie sein Pressedienst mitteilte. Ursprünglich war geplant gewesen, dass Lukaschenko ebenfalls am Montag das Manöver besucht.

Übung sorgt für Spannungen

Russische und weißrussische Soldaten üben bei dem Manöver noch bis Mittwoch die Abwehr eines angenommenen Angriffs der NATO. Die NATO-Mitglieder im Baltikum sind deshalb besorgt, die NATO-Zentrale in Brüssel hält Russland mangelnde Transparenz vor. Nach offiziellen Angaben aus Moskau nehmen an den Übungen insgesamt 12.700 Soldaten aus Russland und Weißrussland teil. Litauen und Estland sprachen dagegen von 100.000 Soldaten.

Nach der internationalen Kritik hatte die Regierung von Weißrussland vergangene Woche sieben Länder zur Beobachtung eingeladen. Vertreter aus Lettland, Litauen, Estland, Polen, Schweden, Norwegen und der Ukraine seien eingeladen, von 16. bis 20. September die Übungen zu beobachten, erklärte das Verteidigungsministerium in Minsk am Samstag. „Heute sind zwei Vertreter aus jedem eingeladenen Land in Minsk eingetroffen“, hieß es weiter.

Litauen beklagt Luftraumverletzung

Litauen warf Russland am Wochenende obendrein die Verletzung seines Luftraums während des Manövers vor. Den Angaben zufolge hatten am Samstagabend zwei Transportflugzeuge vom Typ Iljuschin IL-76 den Luftraum verletzt und sich dort zwei Minuten ohne Erlaubnis aufgehalten.

Im Rahmen des Manövers feuerten russische Truppen im Süden bei Astrachan eine nachgerüstete Rakete des Typs Iskander-M ab, die ihr Ziel 480 Kilometer weiter auf einem Übungsplatz in Kasachstan traf. Die Iskander-Raketen können mit Atomsprengköpfen bestückt werden. Russland hat diese Waffen auch in der Ostsee-Exklave Kaliningrad stationiert.

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