Papst-Ultimatum für abtrünnige Priester in Nigeria

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Auf außergewöhnlich scharfe Weise hat Papst Franziskus in einen Leitungsstreit in der nigerianischen Diözese Ahiara eingegriffen. Hintergrund war eine breite Opposition gegen den 2012 ernannten Bischof Peter Ebere Okpaleke, meldete Kathpress gestern. Franziskus verlangt nun von jedem der rund 70 Priester der Diözese eine persönliche Loyalitätserklärung.

Wer nicht binnen 30 Tagen ein entsprechendes Schreiben an den Papst sende, werde suspendiert, teilte der Vatikan mit. Zuvor hatte Franziskus eine Delegation aus Ahira empfangen, nachdem diese schon mit anderen Kurienstellen die Situation in der Diözese erörtert hatte.

Franziskus sagte, es gehe nach seiner Einschätzung nicht um einen ethnischen Konflikt, sondern um eine widerrechtliche „Aneignung des Weinbergs des Herrn“. Wer sich der Amtsübernahme von Okpaleke widersetze, wolle „die Kirche zerstören“. Als Papst könne er nicht gleichgültig bleiben. „Die Kirche ist Mutter, und wer sie verletzt, begeht eine Todsünde“, sagte der Papst weiter. Er habe unter anderem erwogen, die gesamte Diözese Ahiara aufzulösen.