Kuba feiert „Sgt. Pepper’s“-Jubiläum

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Hunderte Menschen haben auf den Straßen der kubanischen Hauptstadt Havanna den 50. Geburtstag des legendären Beatles-Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ gefeiert.

Kubaner und Touristen aller Altersklassen kamen gestern im John-Lennon-Park zusammen, um zehn Bands zu lauschen, die ihre Versionen der ikonischen Songs des Albums zum Besten gaben.

„Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ brachte den Beatles nicht nur den endgültigen Durchbruch, sondern wurde auch zu einem der einflussreichsten Alben der Pop- und Rockgeschichte.

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Ein Tribute-Konzert zum 50-jährigen Jubiläum von „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“.

Als dekadent verpönt, später gewürdigt

Während die Band im Westen für eine musikalische Revolution sorgte, war sie im revolutionären Kuba offiziell als dekadent verpönt und als Vertreter von Werten gebrandmarkt, die dem Kommunismus entgegenstehen.

In den 60er Jahren verbot Fidel Castro ihre Musik für Jahrzehnte und verbannte Rockmusik in den Untergrund, wo lokale Fans eifrig mit Tonträgern handelten und hinter verschlossenen Türen Partys feierten. Viele Jahre später, nach Lennons Ermordung, rehabilitierte Castro die Beatles und benannte einen Park nach Lennon.

Rätsel um indischen Musiker gelöst

Britische Musikwissenschaftler gaben indes bekannt, ein Rätsel um einen auf der Platte mitwirkenden indischen Musiker gelöst zu haben. Buddhadev Kansara spielte die Tanpura, eine indische Langhalslaute, in dem von George Harrison komponierten Song „Within You Without You“. Der Song ist das erste Stück auf der B-Seite der Platte.

Kansaras Name fehlte auf dem Plattencover, auch bei den Originalaufnahmen sei er nicht aufgelistet gewesen, sagte Mike Jones von der Universität Liverpool. „Es war keine Absicht“, fügte er hinzu. Der heute 79-jährige Musiker lebt in London. Seine Erfahrungen mit den Beatles seien hervorragend gewesen, sagte Kansara. „Das waren ganz nette Leute.“