Zehntausende solidarisieren sich in Mailand mit Flüchtlingen
Mehrere zehntausend Menschen sind gestern in Mailand auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit Flüchtlingen zum Ausdruck zu bringen. Vor dem Demonstrationszug prangte ein Schild mit der Aufschrift „Gemeinsam ohne Mauern“, dahinter war ein Schlauchboot zu sehen, wie es viele Flüchtlinge bei ihrer lebensgefährlichen Überfahrt von Afrika über das Mittelmeer nach Italien nutzen.
Mit prominenten Politikern
An der Spitze des Zuges waren prominente Politiker dabei, darunter der italienische Senatspräsident Pietro Grasso und der Bürgermeister der norditalienischen Metropole Mailand, Giuseppe Sala. Auch die ehemalige EU-Kommissarin für Menschenrechtsfragen, Emma Bonino, demonstrierte mit.
Grasso erinnerte bei der Demonstration an den Fall der Berliner Mauer 1989, seither wehe ein „Wind der Freiheit und Hoffnung“. Aus „Steinen der Intoleranz, des Rassismus und der Angst“ dürften keine neuen Mauern gebaut werden, betonte der Politiker der Demokratischen Partei.
Italiens Rechtsparteien hatte die Demonstration scharf kritisiert. Vor allem Matteo Salvini von der Antieinwanderungspartei Lega Nord hatte den Demonstranten vorgeworfen, sie interessierten sich nicht für die Belange der Italiener.