„Ein Land, zwei Systeme“
Die frühere britische Kronkolonie Hongkong gehört seit knapp 20 Jahren als Sonderverwaltungsregion zur Volksrepublik China. Die Wirtschafts- und Finanzmetropole wird seit der Rückgabe am 1. Juli 1997 nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ regiert.
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Das Grundgesetz garantiert den mehr als sieben Millionen Hongkongern über 50 Jahre bis 2047 „ein hohes Maß an Autonomie“ und viele Freiheiten. So ist die Hafenmetropole ein eigenes autonomes Zoll- und Steuergebiet. Auch herrscht weitgehende Presse- und Meinungsfreiheit.
Hongkong hat eine eigene Währung und ist Mitglied internationaler Organisationen. China übernimmt die Außen- und Verteidigungspolitik. Allerdings erlaubt die kommunistische Führung in Peking immer noch keine freien Wahlen, obwohl diese in Aussicht gestellt wurden.
Wahlkomitee trifft wichtige Entscheidungen
Nur 40 der 70 Sitze in Hongkongs Parlament werden frei gewählt. Die übrigen 30 werden von Interessengruppen bestimmt, die mehrheitlich dem Pro-Peking-Lager angehören. Ähnlich die handverlesenen 1.194 Mitglieder des Wahlkomitees, das den Regierungschef aussucht.
2014 zogen Tausende Hongkonger für mehr Demokratie auf die Straßen. Die „Regenschirmrevolte“, wie die Bewegung wegen der Regenschirme genannt wurde, mit denen sich Demonstranten gegen Sonne und Regen sowie gegen das Pfefferspray der Polizei schützten, legte wochenlang Teile der Metropole lahm.
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