Pannenjet nach einer Woche in der Arktis zurück in Zürich
Nach einer Woche unfreiwilligem Zwischenstopp in der Arktis ist eine Linienmaschine der Swiss heute in die Schweiz zurückgekehrt. Die Boeing 777 war am 1. Februar auf dem Weg von Zürich nach Los Angeles gewesen, als sich ein Triebwerk nach einer Störungsmeldung abgeschaltet hatte.
Der Pilot hatte sich daher zur Landung auf dem Miniflughafen des Städtchens Iqaluit in Kanada entschlossen.

Grafik: APA/ORF.at
Herausforderung für kleine Ortschaft
Der Flugplatz war jedoch nicht auf so viele Menschen eingestellt. Der Ort hat keine 7.000 Einwohner und liegt auf der Höhe von Südgrönland, mehr als 2.000 Kilometer nördlich von Ottawa. Die 217 Passagiere und die Crew mussten bei Außentemperaturen von minus 30 Grad Stunden in der Maschine ausharren, ehe eine Ersatzmaschine sie abholte.
Swiss musste nun das Problem lösen, wie die Techniker das fehlerhafte Triebwerk bei solch arktischen Temperaturen auswechseln sollten. Zunächst musste Swiss ein neues Triebwerk nach Iqaluit fliegen. Dazu charterte sie eine Antonov 124, weil Swiss selbst keine so großen Frachtmaschinen besitzt. Da der kleine Flughafen keinen Hangar hat, mussten die Techniker ein beheiztes Zelt um das Triebwerk herum bauen, damit sie darin arbeiten konnten.
Letztlich gelang die Reparatur trotz der schwierigen Bedingungen und die Boeing 777 kehrte in die Schweiz zurück. „Die Maschine ist gelandet und sollte nach kleineren Wartungs- und Reinigungsarbeiten morgen wieder in den regulären Dienst gehen“, sagte Swiss-Sprecher Stefan Vasic.