Pomp und gute Musik
Nach zehn Jahren Bauzeit, erheblichen Verzögerungen und immensen Kostensteigerungen war Mitte Jänner so weit: Die Hamburger Elbphilharmonie wurde eröffnet. Das Konzerthaus ist unbestritten ein neues, spektakuläres Wahrzeichen der Hansestadt. Entsprechend wurde der Eröffnungsabend inszeniert.
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Pink-Floyd-Konzert oder „Star Wars“-Gemetzel? Den Draußengebliebenen wurde ein Lichtspektakel geboten

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Die Fassade strahlt - was auch Zeit war angesichts einer Kostenexplosion und eines ebenso gesprengten Zeitrahmens

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Der große Konzertsaal mit 2.100 Plätzen liegt aus Schallschutzgründen auf 362 Federpaketen. Jeder Zuhörer soll nicht mehr als 30 Meter vom Dirigenten entfernt sein. Mit dem Eröffnungskonzert des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters hat das Konzerthaus den Lackmustest bestanden.

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An der Außenfront wechselten Inszenierung und Farbe

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Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck wollte nicht mehr unken: „Nutzen Sie die Möglichkeiten, die dieses Haus Ihnen bietet!“ Dann werde aus der Elbphilharmonie, was sich viele Hamburger wünschten, „das Wahrzeichen einer weltoffenen, vielfältigen Metropole - und ein Juwel der Kulturnation Deutschland“.

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Der große Saal des Konzerthauses ist mit der „Weißen Haut“ ausgekleidet, die sich aus 10.000 Platten aus Altpapier und Naturgips zusammensetzt. Die Platten wurden basierend auf Berechnungen anhand eines 3-D-Modells millimetergenau gefräst und dienen auch dem Brandschutz.

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Zu dem Festakt waren 2.100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur gekommen - unter ihnen auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel

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Merkel zeigte sich von dem „fantastischen Konzertsaal“ angetan: „Eines Tages werden wir alle sehr stolz sein, dass auch zu unseren Zeiten mal etwas gebaut wurde, wo Menschen vielleicht in 50 und 100 Jahren noch sagen: Guck mal, das war damals im Jahr 2017 am 11. Januar.“

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Drinnen ist die gesamte Saison ausverkauft. Draußen gibt es noch Plätze. Hunderte Schaulustige erwiesen der Elbphilharmonie am Eröffnungsabend die Ehre.

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Die Akustik der Konzertsäle wird international in den höchsten Tönen gelobt. Auch die Standing Ovations des Publikums galten wohl nicht nur den Musikern, sondern auch dem Klangarchitekten der Elbphilharmonie: dem renommierten japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota.
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