Weltbank sagt Konjunkturbelebung voraus
Die Weltbank erwartet eine anziehende Weltkonjunktur. Das globale Wirtschaftswachstum werde sich 2017 auf 2,7 Prozent erhöhen, nachdem es im vergangenen Jahr mit 2,3 Prozent den schwächsten Wert seit der Finanzkrise erreicht habe, prognostizierte das Institut gestern.
Für 2016 hatte die Weltbank wegen niedriger Rohstoffpreise und einer Flaute vor allem in den Industrieländern ein Wachstum von nur 2,4 Prozent vorhergesagt.
USA als Konjunkturmotor
„Nach Jahren mit enttäuschendem weltweitem Wachstum sehen wir nun bessere ökonomische Aussichten am Horizont“, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong-kim. Insbesondere eine weitere Belebung der US-Konjunktur könne der Weltwirtschaft deutlich Auftrieb geben.
Unsicherheit herrscht allerdings über den künftigen Weg der USA als größter Volkswirtschaft der Welt. Die Ankündigungen des designierten Präsidenten Donald Trump, die Wirtschaft etwa mit Infrastrukturprojekten stimulieren zu wollen, könnte zu einem schnelleren Wachstum in den USA und damit in der Welt führen. Andererseits sei die von Trump ausgehende Tendenz zum Protektionismus ein großes Hindernis.
Verlangsamung in China
Für die USA sagt die Weltbank einen beschleunigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 (2016: 1,6) Prozent in diesem Jahr voraus, für China dagegen eine Verlangsamung auf 6,2 (2016: 6,7) Prozent.
Die Weltbank-Experten glauben, dass das Wachstum in den Industrieländern auf 1,8 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen wird. Die Schwellen- und Entwicklungsländer sollen, auch dank langsam steigender Rohstoffpreise, um 4,2 Prozent wachsen nach 3,4 Prozent im abgelaufenen Jahr.