Putin und US-Wahl-Hack: Kreml dementiert TV-Bericht

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Russlands Präsident Wladimir Putin soll persönlich versucht haben, die diesjährige US-Präsidentenwahl zu beeinflussen. Davon seien US-Geheimdienste „mit hoher Sicherheit“ überzeugt, berichtete der US-Fernsehsender NBC in der Nacht auf heute (Ortszeit) unter Berufung auf anonyme, hochrangige US-Geheimdienstmitarbeiter.

Putin soll Anweisungen zur Verbreitung gehackter E-Mails der Demokratischen Partei gegeben haben. Putins Sprecher Dimitri Peskow wies den Bericht zurück. Es handle sich um „lächerlichen Unsinn“, sagte er.

Info angeblich von Spionen

NBC zufolge soll die Information aus diplomatischen Quellen sowie von Spionen, die für Verbündete der USA arbeiteten, stammen. Putin ging es nach Einschätzung der Geheimdienstler zunächst um Rache an der Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, wegen kritischer Bemerkungen, wie der Sender berichtete. Zudem habe der Kreml-Chef Korruption in der US-Politik aufzeigen und den Eindruck vermitteln wollen, dass sich Verbündete nicht auf die USA verlassen könnten.

Trump und Kreml einer Meinung

Die US-Regierung beschuldigt Russland seit Längerem, hinter einer Reihe von Angriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen zu stehen und sich so in den Wahlkampf eingemischt zu haben. Der Geheimdienst CIA war nach Medienberichten vor Kurzem zu dem Schluss gekommen, dass Russland durch die Angriffe gezielt in die Wahl eingegriffen habe, um Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. Der künftige Präsident wies das als „lächerlich“ zurück. Auch der Kreml hatte die Anschuldigungen mehrfach als haltlos bezeichnet.