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Gefälle zwischen Stadt und Land

Der dritte Einkaufssamstag der diesjährigen Adventzeit wird nach Ansicht der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) der bisher umsatzstärkste werden. Profiteure sind Einkaufszentren und -straßen, so Roman Seeliger von der Bundessparte Handel gegenüber ORF.at.

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Schwer hätten es hingegen kleine, nicht spezialisierte Geschäfte in Randlagen, sagte Seeliger. Besonders hoch im Trend bei den Kunden standen in der Vorweihnachtszeit bisher vor allem Spielwaren, Bücher, Sportartikel und Elektronik. In letzterem Segment lässt sich laut Seeliger ein Trend beobachten: Gefragt seien einerseits Angebote, andererseits hochpreisige Produkte, Mittelklasseprodukte stießen bei Konsumenten derzeit auf weniger Interesse.

Auch die wachsende Konkurrenz durch den Onlinehandel kann den Geschäftsleuten die Stimmung am Einkaufssamstag nicht vermiesen. Gerade in der Adventzeit wollten die Kunden das Einkaufen „emotional erfahren“. Das macht wohl das Flanieren durch festlich geschmückte Einkaufsstraßen interessanter als den Warenerwerb auf einer Website.

Überdurchschnittlicher 8. Dezember

Das lange Einkaufswochenende hat für den Handel bereits am Donnerstag, zu Mariä Empfängnis, begonnen. Die Bilanz des Feiertags, an dem zahlreiche Geschäfte offen hatten, fiel im Österreich-Schnitt positiv aus. Im vergangenen Jahr war der 8. Dezember auf einen Dienstag gefallen. Der an diesem Tag erzielte Umsatz habe etwa 70 Prozent des Umsatzes am ersten Weihnachtssamstag 2015 entsprochen, so Seeliger. Dieser Wert werde heuer übertroffen.

Passanten in der Grazer Innenstadt

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In der Grazer Innenstadt war der Kundenandrang am Donnerstag groß

Wie bereits am Donnerstag wird sich nach Ansicht des Wirtschaftskammer-Experten auch am Freitag und Samstag ein Gefälle zwischen Stadt und Land zeigen. Bereits am Donnerstag hatte der Handel besonders in den Ballungszentren profitiert. Generell würden die Geschäfte in den Ballungsräumen am 8. Dezember stärker frequentiert als auf dem Land, wo am Feiertag öfter nicht eingekauft werde.

Der Freitag werde als Fenstertag wohl der umsatzschwächste des langen Wochenendes, so Seeliger. Der insgesamt stärkste der Einkaufssamstage in dieser Adventzeit dürfte aber der vierte werden, sagte Seeliger. Das liege nicht zuletzt daran, dass der Heilige Abend heuer ebenfalls auf einen Samstag fällt.

Bisher gemischte Bilanz im Weihnachtshandel

In Wien läuft das Weihnachtsgeschäft laut Rainer Trefelik, Handelsspartenobmann der Wiener Wirtschaftskammer, „in Anbetracht der Erwartungen ausbaufähig“. Zwar gebe es zum Teil sehr positive Rückmeldungen, das Bild sei aber nicht einheitlich und habe in vielen Bereichen „Potenzial nach oben“ - mehr dazu in wien.ORF.at.

Laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer Wien ist „retro“ bei Konsumenten in der Bundeshauptstadt momentan besonders gefragt. Sowohl bei Möbeln, Uhren und Juwelen als auch bei Elektrogeräten und Spielwaren sind Stilzitate aus vergangen Zeiten begehrt. „Diese Renaissance des Vintagelooks beschert dem Handel im heurigen Weihnachtsgeschäft schöne Umsätze“, so Trefelik.

Zufriedenheit in Steiermark und Burgenland

Im steirischen Handel ist man bisher zufrieden, auch wenn der Onlinehandel zunehmend zur Konkurrenz wird. Laut einer Umfrage des Handelsverbands kaufen zwei von drei Österreichern online das eine oder andere Weihnachtsgeschenk ein, gefolgt von Einkaufszentren und an dritter Stelle Einkaufsstraßen - mehr dazu in steiermark.ORF.at.

Weihnachtlich geschmücktes Einkaufszentrum in Klagenfurt

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Auch in Klagenfurt konnten sich die Geschäftsleute freuen

Im Burgenland herrschte am 8. Dezember reger Zustrom zu den Einkaufszentren. Vor allem im Norden waren die Parkplätze dort gut gefüllt. In Eisenstadt gab es besonders viele Besucher bei Juwelieren und Elektronikfachgeschäften - mehr dazu in burgenland.ORF.at.

Einkaufszentren profitieren in Salzburg

In Salzburg war die Bilanz des Weihnachtsgeschäfts am Feiertag durchwachsen. Während sich die großen Einkaufszentren zufrieden zeigten, fielen die Umsätze an den Randlagen der Städte laut Johann Höflmaier, Geschäftsführer der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Salzburg, bescheidener aus. Der Auflauf der Schalke-Fans in der Innenstadt habe den Geschäften in der Altstadt geschadet, kritisierte die Wirtschaftskammer - mehr dazu in salzburg.ORF.at.

Im Vorjahr waren die Umsätze zu Mariä Empfängnis im niederösterreichischen Handel niedriger als erwartet. Heuer zogen die Einkaufszentren eine erfreuliche Bilanz. Zahlreiche Angebote sowie Weihnachtsbläser und Livebands lockten zusätzlich Besucher an - mehr dazu in noe.ORF.at.

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