Mehrzahl kam aus Italien
Österreich hat seit dem Sommer des Vorjahres 3.520 Flüchtlinge von den Nachbarstaaten rückübernommen. Die Mehrzahl davon kam aus Italien. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Team-Stronach-Abgeordneten Christoph Hagen durch das Innenministerium hervor.
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Eine statistische Erfassung der Rückübernahmen erfolgt seit Juli 2015. In der zweiten Hälfte des Vorjahres nahm Österreich von den Nachbarstaaten 2.301 Flüchtlinge zurück, von Jänner bis inklusive September des heurigen Jahres waren es 1.219. Die meisten Flüchtlinge nahm Österreich von Italien zurück - 807 in der zweiten Hälfte 2015 und weitere 983 in den ersten neun Monaten 2016.
Ministerium will weiter rückschieben
Auf Platz zwei der Statistik folgt überraschenderweise Tschechien, wobei 2015 1.038 Personen registriert wurden, heuer aber nur noch 47. Das Innenministerium erklärt das damit, dass diese Personen aus Österreich über Tschechien nach Deutschland reisen wollten. Aus Deutschland selbst nahm Österreich 571 Flüchtlinge (422 im Vorjahr, 149 heuer) zurück.
Die Zahlen beziehen sich auf jene Flüchtlinge, die aufgrund von Rückübernahmeabkommen aus den Nachbarstaaten zurückgenommen wurden. Das Innenministerium verweist in der Anfragebeantwortung darauf, dass es das Ziel sei, diese zurückgenommenen Flüchtlinge in jenen Nachbarstaat zurückzuschieben, aus dem sie nach Österreich eingereist sind. Gemäß der Dublin-Verordnung ist jenes Land zuständig, in dem die Flüchtlinge europäischen Boden betreten haben.
Serbien: 29 positive Asylbescheide im laufenden Jahr
Unterdessen veröffentlichte Serbien neue Zahlen: Seit Jahresbeginn erhielten dort 29 Flüchtlinge Asyl. Wie die Tageszeitung „Danas“ (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf das Belgrader Zentrum für Asylhilfe berichtete, wurden insgesamt 550 Asylanträge in Serbien gestellt. Die Zahl jener, die nach illegaler Einreise die Absicht kundtaten, in Serbien um Asyl anzusuchen, lag den Angaben zufolge bei gut 10.000. Serbien liegt an der seit März geschlossenen Balkan-Route für die Flüchtlinge. Als Zielland war es selbst zur Zeit der großen Flüchtlingszahlen im Vorjahr nicht gefragt.
110.000 Flüchtlinge registriert
Seit Jahresbeginn wurden laut jüngsten Angaben des serbischen Innenministers Nebojsa Stefanovic rund 110.000 - meist illegal eingereiste - Flüchtlinge registriert. Seit Einführung strengerer Grenzkontrollen zu Bulgarien und Mazedonien durch gemischte Militär- und Polizeiteams Ende Juli wurden laut Behördenangaben gut 15.800 Personen gestoppt. Seit Kurzem beteiligen sich auch Sicherheitskräfte aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien an diesen gemischten Teams.
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