Regierungssuche in Spanien: König startet neuen Anlauf

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Spaniens König Felipe VI. will am 24. und 25. Oktober eine neue Runde von Konsultationen mit den Parteiführern über eine mögliche Regierungsbildung abhalten. Sollte diese scheitern, dann müssen die Spanier zu Weihnachten zum dritten Mal innerhalb eines Jahres an die Urnen, hieß es heute in Madrid.

Nach Wahlen im vergangen Dezember und Juni hatte sich jeweils eine politische Pattsituation ergeben. Alle Versuche einer Regierungsbildung des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy von der konservativen Volkspartei (PP) waren am Widerstand der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) gescheitert.

Regierung muss bis 31. Oktober stehen

Nach dem Rücktritt von Parteichef Pedro Sanchez Anfang Oktober hatte die PSOE aber eine Überprüfung ihrer Position eingeleitet. Sanchez hatte eine Regierung unter Rajoy stets abgelehnt und damit eine Entzerrung der Blockade verhindert. Wegen einer Serie von Wahldebakeln und seiner starren Haltung war er zuletzt auch von seinen Parteikollegen zunehmend kritisiert worden.

Sollte Felipe nun Rajoy einen neuen Auftrag zur Regierungsbildung erteilen, dann könnte er sich im Parlament durchsetzen, wenn sich die Sozialisten ihrer Stimme enthalten. Der Zeitplan laut Verfassung sieht vor, dass bis zum 31. Oktober eine Regierung stehen muss - ansonsten muss zu Weihnachten erneut ein Parlament gewählt werden.