Waldbrände greifen an Algarve in Portugal um sich
Bei andauernder Hitze halten schwere Waldbrände Portugal und Spanien weiter in Atem. Mehr als 2.000 Feuerwehrleute kämpften in Portugal in mehreren Regionen gegen die Flammen. Besonders betroffen war nach wie vor der Norden des Landes. Tausende Hektar Land wurden verbrannt. Auch in der Touristenregion an der Algarve loderten die Flammen.
Entwarnung nur vorübergehend gültig
Besonders zerstörerisch wüteten die Feuer an zwei Fronten im Wald von Monchique, einer Kleinstadt im Westen der Algarve-Region. In schwer zugänglichem felsigem Terrain waren rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz.
In dem Wald waren die Feuer tags davor „explosionsartig“ wieder ausgebrochen, nachdem sie am Sonntag zuvor offiziell als eingedämmt galten, wie der Kommandant der Einsatzkräfte von Faro, Vitor Vaz Pinto, sagte. Rund ein Dutzend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
„Das ist die Hölle“, sagte eine Einwohnerin von Monchique im Fernsehen. Die Flammen seien bis zu sieben Meter hoch geschlagen, sagte eine andere Anrainerin. Am Montag wurde ein 49-jähriger Mann unter dem Verdacht der Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen.
Nationalpark betroffen
Auch Teile des Peneda-Geres-Nationalparks im Norden des Landes standen in Flammen. Das Feuer umzingelte zwei Dörfer, deren Evakuierung angeordnet wurde. In Portugal und Spanien hatten in den vergangenen Tagen Temperaturen um die 40 Grad geherrscht, dabei waren unzählige Brände ausgebrochen, Tausende Hektar Land fielen den Flammen zum Opfer.
Ebenfalls im Norden Portugals brannte der Wald bei Freixo de Espada a Cinta im Naturpark Douro. Dort musste ein Pensionistenheim evakuiert werden, wie der Bürgermeister sagte.