Kanadas Mounties erlauben Frauen in Uniform Hidschab

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Royal Canadian Mounted Police, vor allem außerhalb Kanadas besser bekannt als Mounties, erlaubt Frauen in Uniform neuerdings das Tragen des Hidschab, einer islamischen Kopftuchvariante, berichtet die BBC. Regierungssprecher Scott Bardsley sagte, der Schritt solle die Vielfältigkeit in den kanadischen Gemeinden wiedergeben und darüber hinaus mehr muslimische Beamtinnen ansprechen.

Die Uniform, die mittlerweile Kultstatus genießt und zu der die berühmten Hüte mit weiten Krempen gehören, hat sich seit ihrer Einführung vor zwei Jahrhunderten kaum geändert. Jüngste Zahlen zeigen, dass ein Fünftel der Mounties Frauen sind. Allerdings ist noch unklar, wie viele diese Maßnahme tatsächlich betreffen wird.

Drei Varianten im Vorfeld getestet

Im Vorfeld wurden drei Varianten des Hidschab getestet, bis ein Typ gewählt wurde, der sich im Bedarfsfall schnell und einfach entfernen lässt. Darüber hinaus soll er die Beamtinnen nicht in ihrer Bewegungsfreihiet einschränken.

An die 30 Mounties hatten in den letzten beiden Jahren um eine Lockerung der Vorschriften für religiöse oder kulturelle Belange angesucht. In den meisten Fällen kamen die Gesuche von Männern, die sich Bärte wachsen lassen wollten.