Schweres Erdbeben erschüttert Myanmar
Ein starkes Erdbeben hat Myanmar erschüttert. Das Beben um etwa 12.35 Uhr (MESZ) hatte nach Angaben des geophysischen Instituts im deutschen Potsdam eine Stärke von 7,0 und lag in 91 Kilometern Tiefe.
Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von 6,8 und einer Tiefe von 84,1 Kilometern. Das Zentrum liege 25 Kilometer westlich der Stadt Chauk im mittleren Teil des südostasiatischen Landes unweit der Hauptstadt Naypyidaw. Myanmars Informationsministerium teilte mit, in der Region Magway seien zwei Mädchen im Alter von sieben und 15 Jahren gestorben. In einer nahe gelegenen Stadt starb nach Angaben der Polizei ein 22-jähriger Mann, eine Frau wurde verletzt.
Tempelanlagen beschädigt
In Bagan, Myanmars bedeutendster archäologischer Stätte, wurden etwa 60 Pagoden beschädigt, wie der Leiter der Kulturbehörde der Stadt, Aung Kyaw, erklärte. Einige von den buddhistischen Tempeln seien „schwer beschädigt“. Eine spanische Touristin wurde leicht verletzt.

APA/AFP/Soe Moe Aung
Auf Fotos waren Staubwolken rund um Bagans eindrucksvolle Bauwerke zu sehen, die zwischen dem zehnten und dem 14. Jahrhundert errichtet wurden. Die Tempel sind für Myanmars buddhistische Bevölkerungsmehrheit von großer Bedeutung. Mittlerweile haben die etwa 2.500 historischen Monumente der Stadt aber auch einen hohen Stellenwert für die Tourismusbranche, die seit dem Ende der Herrschaft der Militärjunta im Jahr 2011 im Aufschwung ist.
Lokalen Medienberichten zufolge war das Beben auch in den benachbarten Ländern Indien, Bangladesch und Thailand zu spüren.