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Flucht auf Dächer und Bäume

Tagelange Regenfälle haben in den USA für Überschwemmungen gesorgt. Am schlimmsten war der Bundesstaat Louisiana betroffen. Gouverneur John Bel Edwards rief den Notstand aus, er sprach von einer „beispiellosen, historischen“ Flut.

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Mindestens drei Menschen starben, mehrere Personen wurden noch vermisst. Mehr als 1.000 Menschen wurden in Booten und Hubschraubern - teils von den Dächern ihrer Häuser - in Sicherheit gebracht. Mehrere Menschen hatten sich auf Bäume gerettet und harrten dort aus, bis sie gerettet wurden.

Innerhalb von 24 Stunden fielen in der besonders stark betroffenen Stadt Baton Rouge fast 29 Zentimeter Regen. Eine Wetterstation maß sogar einen Niederschlag von mehr als 43 Zentimeter. Die heftigen Niederschläge führten binnen kürzester Zeit zu schweren Überflutungen.

Überflutete Häuser

AP/Ted Jackson/NOLA.com The Times-Picayune

Die Bilder erinnern teils an jene nach dem verheerenden Hurrikan Katrina 2005

Gefahr noch nicht vorbei

„Die Katastrophe dauert noch an. Wir befinden uns noch immer in der Rettungsphase“, betonte Gouverneur Edwards. Er appellierte an die Bewohner, Evakuierungsaufforderungen Folge zu leisten. Auch die Bundesstaaten Mississippi und Alabama sind von den Regenfluten schwer in Mitleidenschaft gezogen. In Baker, nördlich von Baton Rouge, mussten die Anrainer per Boot evakuiert werden - oder hüfttiefes Wasser, voll mit Schlangen, durchwaten.

„Müssen wieder von vorn anfangen“

Die 32 Jahre alte Shanita Angrum rief die Notrufnummer 911 an, als sie in der Früh bemerkte, dass die Fluten ihre Familie im Haus eingeschlossen hatten. Ein Polizist trug ihre sechsjährige Tochter auf den Schultern, sie und ihr Mann wateten „gefühlt ewig“, bis sie in Sicherheit waren. „Überall waren Schlangen“, sagte sie. Sie hätten wohl all ihr Hab und Gut verloren, darunter auch zwei Autos. „Wir müssen wieder ganz von vorn beginnen“, so Angrum.

Menschen waten durch Hochwasser

AP/Gerald Herbert

Viele mussten all ihr Hab und Gut zurücklassen

Selbst der Wohnsitz des Gouverneurs musste evakuiert werden, da das Wasser im Keller brusthoch stand. „Das ist noch nie zuvor passiert“, so Edwards. Entspannung ist derweil nicht in Sicht: Der Regen in der Region sollte noch anhalten. Der Sturm bewegt sich langsam in Richtung Westen.

Hitze im Osten

Millionen Bewohner im Osten der USA leiden unterdessen unter extremer Hitze. In den Städten New York, Philadelphia und Washington galten Hitzewarnungen, weil durch die Kombination von Wärme und Feuchtigkeit gefühlte Temperaturen von 43 Grad Celsius herrschten. Die Behörden warnten vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Menschen, die im Freien arbeiten, vor den möglichen gesundheitlichen Folgen der Hitze.

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