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Nach mehreren Monaten

Nach mehreren Monaten ist das Flüchtlingslager im Hafen von Piräus endgültig geräumt worden. Zuletzt hatten sich im an die griechische Hauptstadt Athen angrenzenden Ort rund 800 Schutzsuchende in Zelten aufgehalten. Sie seien in andere Quartiere in Mittelgriechenland gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch unter Verweis auf das Staatsradio.

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Der Leiter der Hilfsorganisation „Refugees Welcome to Piraeus“, Sotiris Alexopoulos, hatte den Schritt bereits vergangene Woche angekündigt. Die syrischen Bewohner des improvisierten Camps sollten in ein kürzlich errichtetes Container-Lager im nahegelegenen Hafen von Skaramangas gebracht werden, erklärte er.

Verteilung in andere Lager

Die übrigen afghanischen Bewohner kämen ins nördlich von Athen gelegene Oinofyta. In beiden Camps seien die hygienischen Bedingungen wesentlich besser als in Priäus, wo die Schutzsuchenden in Zelten auf einem Parkplatz und unter einer Brücke ausharren, sagte der Sozialarbeiter.

Die griechische Regierung hatte auch die Räumung der vom Migrationsministerium betriebenen Lager im alten Elliniko-Flughafen von Athen sowie in zwei benachbarten Sportstadien angekündigt. Dafür war eigentlich der 20. Juli als Stichtag vorgesehen. Der für Migration zuständige Vizebürgermeister von Athen, Lefteris Papagiannakis, sagte gegenüber der APA kürzlich, die Evakuierung werde wohl noch bis Jahresende dauern.

Abbruch mehrmals verschleppt

Im ersten Versuch der Räumung eines Bereichs des Lagers war es zu teils chaotischen Szenen gekommen. Die Polizei habe die Räumung ohne Mitwissen der Hilfsorganisation durchführen wollen. Der Abbruch des Lagers hatte sich mehrmals verschleppt. Bereits im April hätten die Flüchtlinge in andere Camps gebracht und das Lager am Hafen entfernt werden sollen.

Die Ankünfte auf die Ägäis-Inseln sind nach dem Abschluss des EU-Türkei-Deals Mitte März gesunken. Vor dem Hintergrund des gescheiterten Putschversuches in der Türkei und der folgenden Repressionsmaßnahmen der Regierung in Ankara verzeichnen die Inseln aber wieder eine Zunahme der Ankünfte, außerdem befürchten die Behörden in Athen vermehrte Asylanträge von türkischen Staatsbürgern.

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