Ansbach: Attentäter bekannte sich in Video zu IS

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Der Selbstmordattentäter von Ansbach in Bayern hat sich nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Das gehe aus der Auswertung des Handys des Syrers hervor, sagte der CSU-Politiker heute in Nürnberg. „Es ist auf dem Handy eine entsprechende Anschlagsdrohung des Täters selbst als Video festgestellt worden.“

Racheakt gegen Deutsche angekündigt

Nach der ersten Auswertung der arabischen Äußerungen des Attentäters habe er ausdrücklich einen Racheakt gegen die Deutschen angekündigt. „Er bezeugt seine Zugehörigkeit zu Abu Bakr al-Bagdadi“, sagte Herrmann weiter. Bagdadi ist der Anführer des IS.

Das Attentat sei die Vergeltung für die Tötung von Muslimen, habe der Attentäter erklärt, sagte Herrmann. Es gebe Leute, die mit der Welt abgeschlossen hätten, zitiert Herrmann aus dem Video.

Erster Selbstmordanschlag in Deutschland

Gestern Abend hatte der 27-jährige Flüchtling eine Bombe in der Nähe eines Open-Air-Konzerts in Ansbach explodieren lassen. Der Mann aus Syrien starb, 15 Menschen wurden teils schwer verletzt. Angesichts des nun bestätigten IS-Bezugs handelt es sich um den ersten Selbstmordanschlag in Deutschland.