Europol-Chef will Anti-Terror-Daten besser vernetzen

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Angesichts der jüngsten Anschläge fordert der Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol eine bessere Vernetzung der Datenbanken zur Terrorismusbekämpfung. „Wir erleben immer mehr, dass Terroristen wie in Paris oder Brüssel eine Vergangenheit als Kleinkriminelle haben“, sagte Rob Wainwright dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut einer Vorabmitteilung von heute. „Diese Informationen finden Sie nur in Polizeiakten.“

Zugleich sieht Wainwright bereits deutliche Verbesserungen in der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden. „Es soll nicht zynisch klingen, aber die Anschläge haben die Bereitschaft zu kooperieren enorm befördert“, sagte der Europol-Chef. In Brüssel waren am 22. März bei islamistisch motivierten Anschlägen auf den Flughafen und eine U-Bahn-Station 32 Menschen getötet worden. In Paris hatte es am 13. November bei einer Serie ebenfalls islamistisch motivierter Angriffe 130 Tote gegeben.

Auch führende Politiker im Europaparlament mahnten die Sicherheitsbehörden, besser zu kooperieren. „Die nationalen Geheimdienste müssen endlich dazu verpflichtet werden, alle ihre Erkenntnisse bei europäischen Behörden wie Europol abzugeben“, sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Elmar Brok (CDU), dem „Spiegel“.