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Konsequenz aus vernichtendem Bericht

Knapp zwei Jahre nach dem Tod des schwarzen Jugendlichen Michael Brown hat die US-Kleinstadt Ferguson einen schwarzen Polizeichef. Delrish Moss leistete am Montag seinen Amtseid in dem 21.000-Einwohner-Vorort von St. Louis im Bundesstaat Missouri.

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Zuvor hatte er unter anderem für die Polizei in Miami im Bundesstaat Florida gearbeitet. Die Tötung des 18-jährigen Schwarzen Brown durch einen weißen Polizisten im August 2014 hatte über Ferguson hinaus für Empörung gesorgt. Es kam zu wochenlangen Protesten, die immer wieder in Gewalt umschlugen, und zu einer landesweiten Diskussion über Rassismus und Polizeigewalt. Der verantwortliche Polizist wurde nicht angeklagt, obwohl Brown unbewaffnet war.

Obama sieht Fortschritte

Eine Untersuchung des US-Justizministeriums legte den Beamten in Ferguson schließlich rassistische Vorurteile und übertriebene Gewaltanwendung gegen Schwarze zur Last. Als Konsequenz wurde die Stadt aufgefordert, ihren Polizei- und Justizapparat zu reformieren.

US-Präsident Barack Obama bescheinigte seinem Land Fortschritte im Kampf gegen den Rassismus. Zwar bestünden Rassismus und Ungleichheit fort, sagte Obama am Samstag (Ortszeit) an der afroamerikanisch geprägten Howard-Universität in Washington. Doch im Vergleich zur Situation vor 30 Jahren seien die Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen in den USA viel besser geworden.

„Wir sind Konzernchefs und Abgeordnete“

„Wir sind nicht mehr nur kleine Geschäftsbesitzer, wir sind Konzernchefs, wir sind Bürgermeister, Abgeordnete, Präsident der Vereinigten Staaten“, sagte Obama, der 2008 als erster Afroamerikaner ins Präsidentenamt gewählt worden war. Seine Wahl habe zwar „keine Gesellschaft geschaffen, die den Rassismus hinter sich gelassen hat“, räumte Obama ein. „Sie war aber ein Anzeichen dafür, wie sehr sich die Einstellungen geändert haben.“ Er fügte hinzu: „Seit ich selbst von der Hochschule abgegangen bin, haben sich die Rassenbeziehungen verbessert. Das ist die Wahrheit.“

„Strategie und langer Atem“

Obama rief junge Afroamerikaner auf, sich für eine weitere Verbesserung der Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe einzusetzen. Dabei müssten sie sich aber auch in die Köpfe jener hineinversetzen, denen diese Entwicklung Unbehagen bereite, mahnte er.

Als Beispiel führte Obama einen „weißen Mann mittleren Alters“ an: „In den vergangenen Jahrzehnten haben wirtschaftliche und kulturelle und technische Veränderungen seine Welt durcheinandergebracht, und er fühlt sich machtlos“, sagte Obama. „Ihr müsst Euch auch in ihn hineinversetzen“, forderte der Präsident seine Zuhörer auf. Solche Einstellungen zu ändern erfordere eine Strategie und einen langen Atem.

Afroamerikaner sind in den USA auch unter Obamas Präsidentschaft immer noch überdurchschnittlich oft arm und arbeitslos. Zuletzt hatten mehrere Fälle, in denen weiße Polizisten Gewalt gegen Schwarze anwendeten, für Empörung gesorgt.

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