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Senioren getötet

Schon einmal sind in Deutschland arglose Opfer per Kontaktanzeige in eine Todesfalle gelockt worden - ähnlich wie jetzt in Höxter. 2007 deckten die Behörden eine Mordserie im niedersächsischen Bodenfelde auf, das nur knapp 20 Kilometer von Höxter entfernt liegt. Eine als „Schwarze Witwe“ titulierte frühere Prostituierte hatte ältere Männer ermorden lassen.

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Sie hatte die vermögenden und alleinstehenden Senioren zwischen 71 bis 84 Jahren mit Kontaktanzeigen in der Zeitung gesucht, ihnen liebevolle Zuwendung und Pflege versprochen, sie nach Bodenfelde geholt und finanziell ausgenommen. Auf diese Weise kassierte sie mindestens 500.000 Euro. Zudem bezog sie als Witwe eines der Mordopfer eine Pension und erbte Immobilien.

Gehilfe tötete Männer

Wenn die Opfer Ansprüche stellten, wurden sie erst mit Medikamenten ruhiggestellt. Später ließ die „Schwarze Witwe“ die Senioren von einem vermindert schuldfähigen Gehilfen umbringen. Die Leichen wurden weggeschafft, angezündet oder vergraben. Die Justiz wies der Frau vier Morde in den Jahren 1994 bis 2000 nach. Bereits in den 1980er Jahren stand sie im Fokus von Ermittlungen, weil mehrere Männer gestorben waren, nachdem sie eine Beziehung mit der Frau eingegangen waren. Die Ermittlungen verliefen aber immer wieder im Sand.

Die Frau wurde schließlich 2008 in Göttingen des vierfachen Mordes für schuldig befunden. Ihr Komplize erhielt zwölf Jahre Haft für drei Morde und einen Totschlag. Lebenslänglich blieb ihm erspart, weil er psychisch von der Frau abhängig und damit nicht vollständig schuldfähig war. Der Gehilfe hatte die Taten gestanden, die Frau bestritt bis zuletzt ihre Schuld.