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Gewalt zwischen Kurden und Schiiten

Gefechte zwischen kurdischen Peschmerga-Kämpfern und schiitischen Milizen im Nordirak belasten den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Bei neuen Zusammenstößen in dem Ort Tus Churmatu starben mindestens vier Menschen, wie die irakische Polizei am Dienstag berichtete.

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Bereits am Wochenende zuvor waren dort bei Kämpfen mehr als 30 Kämpfer beider Seiten ums Leben gekommen. Ein vereinbarter Waffenstillstand konnte die Gewalt nicht beenden. Peschmerga und Milizen kämpfen eigentlich gemeinsam gegen die IS-Terrormiliz. Tus Churmatu, rund 180 Kilometer nördlich von Bagdad, ist eine ethnisch gemischte Stadt, in der es immer wieder zu Spannungen kommt.

Neben sunnitischen Kurden und Arabern leben dort auch schiitische Turkmenen. Diese werfen den sunnitischen Kurden vor, sie aus der Stadt vertreiben zu wollen. Die Kurden wiederum beschuldigen die schiitischen Milizen, verlängerter Arm des Iran zu sein, mit dem dieser seinen Einfluss in der Region ausdehnen wolle.

Türkische Angriffe im Nordirak

Die türkische Luftwaffe griff unterdessen Stellungen kurdischer Kämpfer im Südosten des Landes und im Nordirak an. Es seien Einrichtungen bombardiert worden, die der Versorgung von Kämpfern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) mit Lebensmitteln und Waffen dienten, verlautete am Samstag aus Sicherheitskreisen. Die Angriffe seien am späten Freitagabend geflogen worden. Bei einem Raketenangriff von PKK-Kämpfern wurden an der syrischen Grenze ein türkischer Soldat und zwei Polizisten getötet.

Das türkische Militär fliegt seit der Beendigung eines zweieinhalb Jahre geltenden Waffenstillstands im vergangenen Sommer regelmäßig Angriffe auf mutmaßliche PKK-Stellungen. Dabei wurden bereits Tausende Militante und Hunderte Zivilisten getötet. Die Regierung lehnt eine Rückkehr zu Verhandlungen ab. Ihr erklärtes Ziel ist die Vernichtung der auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Gruppe.

PKK-Führer: Wollen keinen eigenen Staat

Der führende PKK-Kommandeur Cemil Bayik stritt ab, einen Kurdenstaat auf dem Gebiet der Türkei errichten zu wollen. „Wir wollen die Türkei nicht spalten, wir wollen innerhalb der türkischen Grenzen frei auf unserem Land leben“, sagte Bayik, der sich im Nordirak aufhält, vor wenigen Tagen in einem BBC-Interview.

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