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„Richtiger Zeitpunkt für Ende“

Die erfolgreiche US-Serie „Girls“ wird nicht weitergeführt. Nach sechs Staffeln wird das Format 2017 laut dem TV-Sender HBO zu Ende gehen. „Ich habe ‚Girls‘ erfunden, als ich 23 war, und jetzt bin ich fast 30“, sagte Lena Dunham, Drehbuchautorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin der Serie.

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„Die Show hat meine 20er - um die es ja geht - perfekt überspannt, und deswegen fühlt es sich jetzt wie der richtige Zeitpunkt an, um zu einem Ende zu kommen“, so Dunham. Die Serie über vier junge Frauen in Brooklyn und ihre Beziehungen, Freundschaften und den Start ins Berufsleben war 2012 mit hohen Einschaltquoten gestartet. Sie wurde als „Kulturphänomen“ gefeiert, Dunham als „Wunderkind“. Inzwischen hat der Trubel aber etwas nachgelassen.

Brooklyn statt Manhattan

Auf den ersten Blick erinnert „Girls“ stark an „Sex and the City“: vier Freundinnen in New York mit Beziehungsproblemen und Alltagssorgen. Doch „Girls“ ist völlig anders: Die vier Frauen sind jünger, haben weniger Geld, weniger Glamour und weniger Erfolg.

Sie leben nicht in schicken Wohnungen in Manhattan, sondern in Bruchbuden im New Yorker Stadtteil Brooklyn, sie tragen keine schicken Manolo-Blahnik-Schuhe, sondern halten sich meist mit mehreren Jobs über Wasser. „In der Serie geht es um echte Freundschaft zwischen Frauen, auf die man in Krisenmomenten zurückfallen kann“, sagte die Darstellerin Zosia Mamet.

Emmys für „Girls“

Dunham drehte ihren ersten Film bereits 2009, der mit einem minimalen Budget gedrehte Film „Tiny Furniture“ (2010) brachte ihr aber den entscheidenden Erfolg bei den Kritikern und damit einen HBO-Vertrag für die Serie „Girls“. Dafür wurde sie 2012 mit drei Emmys ausgezeichnet - für die Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie, für die Regie und das Drehbuch. 2013 gewann Dunham für die Serie den Golden Globe als beste Serienhauptdarstellerin.

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