Seoul stoppte Stromversorgung für Fabrikpark in Kaesong

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Nach der abrupten Schließung eines jahrelang mit Nordkorea betriebenen Industrieparks hat Südkorea den grenznahen Komplex im Nachbarland von der Energieversorgung abgeschnitten.

Auch die Wasserzufuhr aus Südkorea für den Fabrikpark in Kaesong sei gestern Abend eingestellt worden, nachdem Nordkorea alle dort noch verbliebenen Südkoreaner ausgewiesen habe. Das teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul heute mit.

Reaktion auf Raketenstart

Vereinigungsminister Hong Yong Pyo warnte Nordkorea vor der Schädigung südkoreanischer Vermögen in der Sonderwirtschaftszone. Mit der Schließung hatte Südkorea auf den jüngsten umstrittenen Raketenstart Nordkoreas am Sonntag reagiert.

Während Pjöngjang von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken sprach, sieht die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer atomar bestückbaren Langstreckenrakete.

Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte als Vergeltung für die Schließung des Fabrikparks erklärt, alle dortigen Anlagen und Waren südkoreanischer Unternehmen zu beschlagnahmen. Die Sonderzone sei unter militärische Kontrolle gebracht worden. Der 2004 geöffnete Fabrikpark war das einzige noch verbliebene größere Gemeinschaftsprojekt beider Länder. Zuletzt arbeiteten dort 54.000 Nordkoreaner für 124 südkoreanische Unternehmen.