FPÖ begeht Neujahrstreffen
Vor mehr als 7.000 Besuchern hielt FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache heute seine Rede beim freiheitlichen Neujahrstreffen im oberösterreichischen Wels. Strache bedankte sich bei den Funktionären und Mitgliedern. „Für uns gilt das Motto: Wahrheit, Freiheit, Heimatliebe“, betonte der FPÖ-Obmann. Die Freiheit befinde sich durch Bedrohungen wie Massenzuwanderung, Islamismus oder den Terror in unmittelbarer Gefahr, beklagte Strache.
Hofburg-Wahl: Gespräche mit „interessanten Personen“
Thema war bei der Rede war unter anderem die Bundespräsidentenwahl. Strache ließ verlauten, dass die FPÖ derzeit mit einigen „interessanten Persönlichkeiten“ verhandle und sich in weiterer Folge in Ruhe mit den Gremien über den FPÖ-Kandidaten beraten werde.

APA/Fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr
Auch zur Konkurrenz fand Strache Worte. Irmgard Griss sei zwar „eine honorige Persönlichkeit“, habe im FPÖ-Hearing aber nicht überzeugen können. Andreas Khol (ÖVP) sei ein reiner Verlegenheitskandidat. Unter Sozialminister Rudolf Hundstorfer, der für die SPÖ kandidiert, seien die Arbeitslosenzahlen in schwindelnde Höhen gestiegen. Der grüne Kandidat Alexander Van der Bellen wiederum habe den demokratischen Elchtest nicht bestanden - dieser hatte bekannntgegeben, er würde eine FPÖ-Regierung „derzeit“ nicht angeloben.
Eigener FPÖ-Kandidat für die Hofburg
Die FPÖ schickt einen eigenen Kandidaten in das Rennen um die Hofburg.
Zentrales Thema Zuwanderung
Breiten Raum widmete Strache dem Thema Zuwanderung. Er übte herbe Kritik am Kurs von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und verwies auf die Übergriffe in Köln. Einwanderung sei kein Menschenrecht, betonte Strache. Muslimische Kindergärten und Vereine seien streng zu kontrollieren und beim leisesten Verdacht radikaler Tendenzen zu schließen. Dass Faymann jetzt plötzlich entdecke, dass man Grenzen auch kontrollieren könne, sei wenig glaubwürdig.