Menschenrechtsaktivistin in Kolumbien erschossen

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Im Nordwesten Kolumbiens ist eine Repräsentantin der Opfer des bewaffneten Konflikts in dem Land ermordet worden. Die Leiche von Ofelia Mosquera, die außerdem für die Internationale Organisation für Migration (IOM) arbeitete, sei am Samstag mit zwei Schusswunden am Kopf in dem Ferienort Acandi im Regierungsbezirk Choco entdeckt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Ermittlungen zu den Umständen ihres Todes seien eingeleitet worden. Es sei unklar, ob die Gewalttat mit Mosqueras Arbeit für die Konfliktopfer oder für die IOM zusammenhänge, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Heuer bereits Dutzende Aktivisten getötet

In Kolumbien wurden dieses Jahr Dutzende weitere Menschenrechtsaktivisten getötet oder bedroht. Das südamerikanische Land befindet sich seit mehr als einem halben Jahrhundert in einem Bürgerkrieg zwischen linksgerichteten Guerillagruppen, rechten Paramilitärs und der Armee. Dabei wurden mindestens 220.000 Menschen getötet, Zehntausende weitere gelten als vermisst, und sechs Millionen Kolumbianer mussten flüchten. Die Regierung hatte 2011 ein Gesetz erlassen, wonach die Opfer des jahrzehntelangen Konflikts entschädigt werden müssen.