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„Hat viele Menschen inspiriert“

Die Grünen zeigten sich am Mittwoch vom Ableben von Freda Meissner-Blau tief betroffen. „Der Beginn der Grün-Bewegung und der grünen Partei ist untrennbar mit ihrem Namen verbunden. Dafür sind wir ihr zutiefst dankbar“, erklärte Bundessprecherin Eva Glawischnig in einer Aussendung.

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„Freda war Vordenkerin der österreichischen Ökologiebewegung, sie hat die Grünen als Gründerin und Spitzenkandidatin 1986 erstmals in den Nationalrat geführt und wurde unsere allererste Klubobfrau, ja überhaupt die erste Klubchefin in der Geschichte des österreichischen Parlaments“, so Glawischnig.

„Tod wird tiefe Lücke hinterlassen“

„Freda war uns bis zuletzt eine aufmerksame und kritische Wegbegleiterin. Ihr Tod wird eine tiefe Lücke nicht nur in der Umweltbewegung, sondern auch in der österreichischen Gesellschaft hinterlassen. Wir werden sie als umwelt- und friedensbewegte Kämpferin in Erinnerung behalten. Liebe Familie, wir trauern mit euch. Uns tröstet, dass Freda ein vielfältiges, an Erfahrungen reiches und engagiertes Leben führen durfte“, sagte die Bundessprecherin der Grünen.

Fischer: „Prägende Persönlichkeit“

Auch Bundespräsident Heinz Fischer würdigte Meissner-Blau. Mit ihrem Tod sei „eine prägende Persönlichkeit der Österreichischen Zeitgeschichte von uns gegangen“, so Fischer. „Ihr Engagement für Menschenrechte, für die Gleichberechtigung der Geschlechter, gegen jede Form von Diskriminierung, für die Entwicklung der Dritten Welt, für Demokratie und Parlamentarismus und nicht zuletzt für die Internationale Umweltbewegung war ebenso eindrucksvoll wie wertvoll“, so Fischer weiter.

„Kämpferin für Demokratie und Menschenrechte“

Tief betroffen zeigten sich Bundeskanzler Werner Faymann und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid über das Ableben Meissner-Blaus. „Mit Freda Meissner-Blau ist eine Pionierin der Ökologiebewegung und eine Ikone der österreichischen Politikszene von uns gegangen“, sagten Faymann und Schmid. „Ihr unermüdlicher Einsatz für die Demokratie wird über alle Parteigrenzen hinweg unvergessen bleiben.“

Auch ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner würdigte Meissner-Blau als „Vorkämpferin für Umweltschutz und gegen Atomkraft in Österreich“. Sie habe ihre Anliegen stets mit großer Leidenschaft vertreten, als Leitfigur der Ökologiebewegung habe sie Österreichs politische Landschaft geprägt, erklärte er per Aussendung.

Betroffen zeigte sich auch Nationalratspräsidentin Doris Bures: „Meissner-Blau hat ihre politische Leidenschaft mit großer Authentizität und Überzeugung verbunden. Dadurch hat sie sich über Parteigrenzen hinweg großen Respekt erarbeitet“, so die Nationalratspräsidentin.

„Pionierin des Umweltschutzgedankens“

Per Aussendung reagierte auch FPÖ- Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache auf das Ableben Meissner-Blaus. „Freda Meissner-Blau war eine Pionierin des Umweltschutzgedankens und die erste Frau an der Spitze einer Parlamentspartei“, so Strache. Besonders zu würdigen sei ihr Kampf gegen die Atomkraft, der nicht zuletzt dazu beigetragen habe, dass Österreich kein eigenes Kernkraftwerk betreibe, so Strache. „Unsere ganze Anteilnahme gilt ihren Angehörigen und ihrer Familie“, so Strache.

NEOS-Chef Matthias Strolz würdigte Meissner-Blau als „eine herausragende politische Persönlichkeit, die das Politikverständnis meiner Generation wesentlich mitgeprägt hat". Von Zwentendorf über die Emanzipation und Gleichberechtigung der Frauen bis hin zu Hainburg hat sie eindrucksvoll gezeigt und vorgelebt, dass Politik bedeutet, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen“, so Strolz.

Tief betroffen vom Ableben der Ex-Grünen-Chefin zeigte sich auch das Team Stronach. „Österreich verliert eine Galionsfigur der Ökologiebewegung“, würdigte Klubobmann Robert Lugar Meissner-Blaus Verdienste. „In diesen Stunden gilt unsere ganze Anteilnahme ihrer Familie und ihren Freunden“, so Lugar.

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