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Konsum soll Wirtschaft antreiben

Die japanische Regierung hebt den gesetzlichen Mindestlohn an. Er soll künftig jährlich um drei Prozent steigen. „Wir müssen ein anhaltendes Wirtschaftswachstum durch steigende Verdienste sichern, und der Mindestlohn muss in diesen Prozess eingeschlossen werden“, begründete Ministerpräsident Shinzo Abe den Schritt Ende November.

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Der Mindestlohn ist in Japan nicht landesweit gleich, im Durchschnitt beträgt er 798 Yen (6,10 Euro) pro Stunde. Nach Angaben des Ministers für die Belebung der Wirtschaft, Akira Amari, strebt Abe einen Anstieg auf 1.000 Yen in den nächsten zehn Jahren an.

Wachstum von drei Prozent angepeilt

Ein höherer Mindestlohn ist Teil der Regierungsstrategie zur Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 600.000 Milliarden Yen bis zum Jahr 2020. Dafür wäre ein jährliches Wachstum von drei Prozent erforderlich. Dafür will Abe vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der kleineren und mittleren Betriebe steigern, weshalb er ihnen Hilfen zugesagt hat.

Die Unternehmen halten Lohnerhöhungen jedoch wegen des Preisdrucks vonseiten der Kunden für schwierig. Abe hat daher Steuersenkungen in Aussicht gestellt, um den Wettbewerb mit der ausländischen Konkurrenz zu erleichtern.

In Rezession gerutscht

Die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist im Sommerquartal in die Rezession zurückgefallen - zum zweiten Mal seit Abes Amtsantritt 2012. Grund dafür: Die Unternehmen investierten weniger, und die Exporte schrumpften. Die Regierung will deshalb die Kauflaune der Verbraucher neu entfachen, wozu der höhere Mindestlohn beitragen soll.

Das Parlament müsse dieser Entscheidung nicht zustimmen, sagte ein Regierungssprecher. Abe will außerdem durch den Umbau des Steuersystems die Teilzeitarbeit unattraktiver machen und so Frauen dazu zu bewegen, länger zu arbeiten. Auch die Bürokratie soll abgebaut werden, um Firmen zu mehr Investitionen zu ermuntern.

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