Tutanchamuns Grab wird nach Geheimkammern abgesucht

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Mit modernen Methoden will Ägypten die Theorie überprüfen, wonach die legendäre Nofretete in einer Geheimkammer im Grabmal des Pharaos Tutanchamun begraben sei. Von Donnerstag bis Samstag werde mit besonders leistungsfähigen Radargeräten und Infrarotwärmekameras überprüft, ob es in den Gemäuern von Tutanchamuns Grab geheime Grabkammern gebe, teilte der Minister für antike Kulturgüter, Mahmud Eldamati, gestern in Kairo mit.

Grab 1922 entdeckt

Tutanchamun war nach neunjähriger Herrschaft 1324 vor Christus im Alter von 19 Jahren gestorben. Sein Grabmal befindet sich im Tal der Könige in der Nähe von Luxor im Süden Ägyptens. Es wurde 1922 von dem britischen Archäologen Howard Carter entdeckt und war anders als viele andere Pharaonengräber nicht bereits ausgeplündert, sondern enthielt mehr als 5.000 intakte Objekte, davon viele aus Gold.

Nofretete, von der eine weltberühmte Büste im Ägyptischen Museum in Berlin ausgestellt ist, war die Gemahlin von Pharao Echnaton, des Vaters von Tutanchamun. Die sterblichen Überreste der Königin, die für ihre Schönheit berühmt ist, wurden nie entdeckt.

„Entdeckung des 21. Jahrhunderts“

Im September hatten Eldamati und der britische Archäologe Nicholas Reeves bereits angekündigt, dass sie nach unentdeckten Kammern im Grab des Tutanchamun suchen würden. Eldamati glaubt, dass in einer solchen Geheimkammer Nofretete begraben liegt.

Reeves geht eher davon aus, dass dort eine andere Ehefrau von Echnaton beigesetzt wurde. Eldamati kündigte in jedem Fall die „Entdeckung des 21. Jahrhunderts“ an und setzte für Samstag eine Pressekonferenz in Luxor an, um die vorläufigen Ergebnisse der Suchaktion zu verkünden.