Hunderte Flüchtlinge stecken an Grenze zu Mazedonien fest

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Mehr als 700 Flüchtlinge aus asiatischen und afrikanischen Ländern stecken seit Tagen an der griechisch-mazedonischen Grenze fest. Die Asylsuchenden aus Pakistan, dem Sudan, Kongo, Marokko und Bangladesch kommen nicht weiter, weil die mazedonischen Grenzschützer neuerdings nur noch Syrer, Iraker und Afghanen über den Grenzübergang Gevgelija lassen. Das berichtete das mazedonische Internetportal Emagazin.mk. heute.

Flüchtlinge an der grenze zu  Mazedonien

AP/Giannis Papanikos

Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien hatten zu Wochenbeginn beschlossen, nur noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan durch ihre jeweiligen Territorien zu lassen. Die anderen wurden als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnet. Sie sollen an den Grenzen abgewiesen werden. Mazedonien ist das erste dieser Transitländer, durch die die Flüchtlinge in die Mitte Europas kommen.

Übernachten im Freien

Auf der griechischen Seite der Grenze in Idomeni bildete sich infolge der neuen Praxis der mazedonischen Behörden ein Rückstau. Die Gestrandeten würden zum Großteil im Freien schlafen, berichteten Aktivisten auf der Facebook-Seite „Forgotten in Idomeni“. Die Menschen seien zunehmend winterlichen Wetterverhältnissen ausgesetzt und würden frieren, hieß es.

Hilfe erhalten sie in begrenztem Maße von Aktivisten, die das Menschenmögliche für sie tun. Es fehle an Lebensmitteln, warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken sowie Unterbringungsmöglichkeiten, teilte die Aktivistenwebsite mit.

Kritik von UNO-Organisationen

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) kritisierten die neue Unterscheidung der Asylsuchenden in Kriegsflüchtlinge und „Wirtschaftsmigranten“.

„Diese von den Staaten getroffenen Maßnahmen erzeugen Spannungen an den Grenzübergängen. Sie haben einen Dominoeffekt, der einige Flüchtlinge und Migranten, die an verschiedenen Grenzübergängen gestrandet sind, völlig in der Luft hängen lässt“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der UNO-Organisationen. Insbesondere der Mangel an Unterbringungsmöglichkeiten gebe Anlass zur Sorge.