Palästinenser bei Einsatz in Krankenhaus getötet

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Bei einem Einsatz israelischer Spezialkräfte in einem Krankenhaus in Hebron im Westjordanland ist ein 27-jähriger Palästinenser getötet worden. Das teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit.

Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet bestätigte das. Bei dem Mann handelte es sich offenbar um den Cousin eines Attentäters, der Ende Oktober einen Israeli mit einem Messer verletzt hatte. Der Einsatz durch verdeckte Ermittler erfolgte in der Nacht auf heute.

Laut Schin Bet schossen die Einsatzkräfte, als sich der Mann der Festnahme des mutmaßlichen Attentäters widersetzte. Den palästinensischen Angaben zufolge waren an der Aktion 21 Spezialkräfte beteiligt. Der Einsatz ereignete sich im Krankenzimmer des mutmaßlichen Attentäters, dem nach dem Messerangriff zunächst die Flucht gelungen war und der nun in der Klinik festgenommen werden sollte.

Kerry fordert von Israelis Mut im Friedensprozess

US-Außenminister John Kerry ermutigte in der seit Wochen angespannten Situation Israel zu einer Zweistaatenlösung mit den Palästinensern. Eine Zweistaatenlösung sei „kein unmöglicher Traum“, so Kerry gestern. Der „zionistische Traum“ als „Konzept von Israel als jüdischer Demokratie“ sei ein „Leuchtturm für alle Nationen“. Dieser Traum könne nur von zwei Staaten, die „in Sicherheit Seite an Seite“ existieren, aufrechterhalten werden.

Die Anerkennung eines Palästinenserstaates „erfordert Mut, erfordert Führungsstärke“, sagte der US-Minister weiter. „Es ist nun an uns“, sagte Kerry, dessen Friedensinitiative im April vergangenen Jahres erfolglos geblieben war. Auch ein Besuch des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu in Washington in dieser Woche hatte keine Fortschritte gebracht.