SABMiller weist auch drittes Angebot von AB InBev zurück
Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev aus Belgien hat heute zum dritten Mal sein Angebot für den Kauf vom branchenzweiten SABMiller erhöht, doch auch dieses Offert wurde von SABMiller als „unter Wert“ zurückgewiesen.
AB Inbev bot im dritten Anlauf insgesamt 68 Milliarden Pfund (92 Mrd. Euro), wie der Konzern im flämischen Löwen mitteilte. SABMiller entgegnete, damit sei das Unternehmen immer noch unterbewertet. Analysten erwarten, dass AB InBev noch höher gehen wird. AB InBev hatte zunächst 38 Pfund (51 Euro), dann 40 Pfund (54 EUro) pro Aktie zahlen wollen. Das letzte Angebot lag bei 42,15 Pfund (57,03 Euro) pro Aktie.

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Heineken kauft in Karibik und Südostasien
Auch Heineken kauft zu: Der niederländische Konzern kündigte heute die Übernahme von Geschäftsbereichen des Getränkeherstellers Diageo an. Für 696 Millionen Euro übernimmt Heineken erstens einen Anteil von knapp 60 Prozent an der Brauerei Desnoes&Geddes in Jamaika und erhöht seinen Anteil damit auf rund 73 Prozent. In Malaysia besitzt Heineken zweitens nun zu hundert Prozent die Holding GAPL, Mehrheitseignerin der malaysischen Brauerei GAP mit Marken wie Tiger oder Anchor.
Heineken ist die weltweite Nummer drei und hat eine starke Beteiligung auf dem österreichischen Markt. Der niederländische Biergigant hält die Mehrheit am heimischen Platzhirsch Brau Union, der in Österreich jedes zweite Bier (4,858 Mio. Hektoliter im Jahr) verkauft. Zu den Heineken-Marken gehören hierzulande acht Brauereien: Gösser, Zipfer, Puntigamer, Schwechater und Wieselburger.