Asyl: Faymann und Milanovic für „enge Zusammenarbeit“
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und sein kroatischer Amtskollege Zoran Milanovic haben in Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik bei einem Treffen heute in Zagreb eine „enge Zusammenarbeit der beiden Länder in der aktuellen Herausforderung“ vereinbart. Das teilte Faymann-Sprecherin Susanna Enk auf APA-Anfrage mit.
Das Gespräch zwischen Faymann und Milanovic habe über eine Stunde gedauert und sei „sehr konstruktiv“ gewesen. Beide hätten betont, dass die Gesetze und Regeln laut Dublin-Verordnung eingehalten werden müssten. Genauere Angaben, ob diese Aussagen konkret die Flüchtlingskorridore über Kroatien und Slowenien in Richtung Westen betreffen, gab es vorerst nicht.
„Die Flüchtlingsfrage ist eine gesamteuropäische Herausforderung, die nicht nur einzelne Länder etwas angeht“, hätten die beiden sozialdemokratischen Regierungschefs gesagt. Es sei „wichtig“, beim Europäischen Rat ein „klares Zeichen“ zu setzen.
5.650 Flüchtlinge in Kroatien angekommen
Nach der Abriegelung der ungarischen Grenze kommen deutlich mehr Flüchtlinge nach Kroatien als von der Regierung erwartet. 5.650 Menschen seien bereits eingetroffen, hieß es nach Angaben der Polizei.
Weitere 4.000 würden in den nächsten Tagen erwartet. In der Früh wurden 800 Flüchtlinge von Tovarnik an der Grenze zu Serbien mit dem Zug nach Dugo Selo östlich von Zagreb gebracht. Dort sollen sie in einem Erstaufnahmezentrum unterkommen.