Ein Wolf im Schafspelz
Pip, die Unschuld vom Lande, zieht in ein besetztes Haus: So sieht es im ersten Moment aus. Aber Jonathan Franzen stellt in seinem neuesten Roman keine Fassaden auf, die er nicht später wieder zertrümmert. Ein Datenjäger in WikiLeaks-Manier wird bei ihm zum Wolf im Schafspelz. Und die Neurosen der geliebten Mutter von Pip haben ihren Ursprung in einem dunklen Geheimnis. Franzen räsoniert über die Unmöglichkeit moralischer Unversehrtheit in einer moralisch versehrten Welt. „Unschuld“ ist ein breit angelegter Gesellschaftsroman, wie ihn Franzen-Fans seit den „Korrekturen“ lieben.
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