Keine Überlebenden bei Flugzeugabsturz in Indonesien

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Den Absturz des Passagierflugzeugs in Indonesien hat kein Insasse überlebt. Die Leichen aller 54 Menschen an Bord seien an der Unglücksstelle gefunden worden, sagte ein Sprecher des Transportministeriums heute. „Wenn es das Wetter erlaubt, werden die Leichname überführt und nach ihrer Identifizierung an die Familien übergeben.“

In der Propellermaschine der kleinen Gesellschaft Trigana Air waren am Sonntag 44 erwachsene Passagiere, fünf Kinder und die fünfköpfige Crew auf dem Weg von Jayapura, der Hauptstadt von Papua, nach Oksibil gewesen, als der Kontakt zu dem Flugzeug abbrach.

Soldat mit der "Blackbox" des Flugzeugs

APA/EPA/Cendrawasih Military Command

Soldat mit der Blackbox der Maschine

Informationen aus dem Ministerium zufolge wurden die Flugschreiber ebenfalls gefunden. Über die Unglücksursache ist noch nichts bekannt.

Umgerechnet halbe Mio. Euro an Board

Bei vier der Passagiere habe es sich um Mitarbeiter der Post mit insgesamt 6,5 Milliarden Rupien (424.000 Euro) im Gepäck gehandelt, sagte der Postchef von Jayapura. Das Geld sollte im Rahmen eines Sozialprojekts der Regierung ausbezahlt werden. Bisher sei das Geld an der Absturzstelle nicht gefunden worden, sagte ein Mitarbeiter des Suchteams.

Die Flugsicherheit in Indonesien steht immer wieder in der Kritik. Es war bereit das dritte Flugzeugunglück in Indonesien in acht Monaten. Im Dezember stürzte ein Flugzeug der Billigfluglinie Air Asia mit 162 Menschen an Bord in die Javasee, und im Juni starben mindestens 141 Menschen beim Absturz einer Maschine der indonesischen Luftwaffe.