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Insgesamt 14 russische Künstler betroffen

Das ukrainische Kulturministerium hat am Samstag 14 russische Künstler, unter ihnen den französischen Filmstar und Wahlrussen Gerard Depardieu, auf eine „schwarze Liste“ gesetzt. Kiew schätzt die 14 als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ ein, weil sie Moskau-freundlich seien.

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Deshalb dürfen sie künftig in der Ukraine weder im Fernsehen noch im Kino oder im Radio zu sehen oder zu hören sein. Die Lizenzen für die Filme, in denen die Künstler zu sehen sind, werden demnächst von der zuständigen ukrainischen Agentur eingezogen, wie die Ministeriumssprecherin Daryna Gluschtschenko der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Zur unerwünschten Person erklärt

Ende Juli hatte die Regierung in Kiew Depardieu bereits zur unerwünschten Person erklärt und mit einem fünfjährigen Einreiseverbot verhängt - offenbar aus Verärgerung über seine prorussischen Stellungnahmen. Der 66-jährige Star ist der ukrainischen Führung wegen seines freundschaftlichen Verhältnisses zum russischen Präsidenten Wladimir Putin ohnehin suspekt.

Aus Ärger über die hohen französischen Steuern war Depardieu Ende 2012 zunächst nach Belgien umgezogen. 2013 nahm er die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Putin persönlich angeboten hatte. Seine Steuererklärung soll der Schauspieler im vergangenen Jahr in der russischen Teilrepublik Mordowien abgegeben haben, wo er offiziell gemeldet ist.

Auch „Frank Sinatra der UdSSR“ auf Liste

Das Verbot gilt auch für Filme aus der Sowjetzeit, in denen der russische Schauspieler, Sänger und Fernsehmoderator Michail Bojarski mitspielt. Die rechte ukrainische Regierung wirft ihm vor, einen offenen Brief unterzeichnet zu haben, in dem die Eingliederung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim in die Russische Föderation im März 2014 unterstützt wird.

Ein weiterer Künstler, der unter das Verbot fällt, ist der populäre Sänger und Abgeordnete Jossif Kobson, in Russland „Frank Sinatra der UdSSR“ genannt. Der 77-Jährige ist bereits von Strafmaßnahmen der Europäischen Union wie Reisebeschränkungen und Kontoeinfrierungen betroffen, die im Februar verhängt wurden.

Bei den meisten anderen russischen Künstlern handelt es sich ebenfalls um Schauspieler und Sänger. Kiew beschuldigt sie unter anderem, die bewaffneten Rebellen in der Ostukraine zu unterstützen, die dort gegen die Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten ultrarechten Einheiten kämpfen.

„Sie sagen, was sie denken“

Der russische Abgeordnete Franz Klinzewitsch von der Regierungspartei Geeintes Russland verurteilte die ukrainische Liste als Bestrafung kritischer Menschen. „Ihre ganze Schuld besteht darin, dass sie sagen, was sie denken“, sagte er der Agentur TASS zufolge. Im Kriegsgebiet Ostukraine fielen erneut Schüsse. Das Militär berichtete von einem getöteten Soldaten. Mindestens zwei Zivilisten wurden nach Darstellung der prorussischen Separatisten bei Angriffen der Armee getötet. Unabhängige Berichte gab es zunächst nicht.

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