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Aufruf zu einem „Ja zum Euro“

Mit Blick auf das bevorstehende Referendum in Griechenland über die Forderungen der Gläubiger hat ein breites Bündnis griechischer Verbände eine Kampagne zum Verbleib des Landes in der EU gestartet. Der Bund der griechischen Tourismusindustrie (SETE) teilte am Mittwoch mit, er fordere die griechische Bevölkerung auf, bei dem für kommenden Sonntag geplanten Referendum mit Ja zu stimmen.

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Dem Bund gehören laut eigenen Angaben 14 nationale Verbände aus der Touristik an, darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen, Reisebüros, Fluggesellschaften, Fähr- und Kreuzfahrtunternehmen sowie andere Einzelunternehmen aus der Tourismuswirtschaft. Insgesamt vertritt SETE nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Unternehmen mit mehr als 400.000 Beschäftigten.

„Wir sind kein Block. Wir sind keine Lobby“, hieß es. Das Bündnis sei unabhängig, ihm gehörten Menschen mit unterschiedlichsten Meinungen an. „Was uns vereint, sind unsere Angst und das Unbehagen über Griechenlands Zukunft und unser Glaube, dass unser Land weiter der starken Stütze namens Europa und dem Euro angehören sollte.“

Ausstellung von Visa eingestellt

Während europäische Gäste von der Krise wenig mitbekommen, droht ein Einbruch bei türkischen Touristen. So habe Griechenland die Visaausstellung eingestellt, berichteten türkische Medien. Den türkischen Reiseveranstaltern drohen Einbrüche im Sommer. Urlaube nach Griechenland erfreuen sich in der Türkei immer größerer Beliebtheit. Eine Million Türken besuchen jährlich die griechischen Inseln.

Ausgerechnet das lukrative Geschäft für die Feiertage Mitte Juli am Ende des Fastenmonats Ramadan droht mit der ausgesetzten Visaerledigung der Griechen zu platzen - zum Ärger vieler türkischer Reiseveranstalter, die ihre Buchungen für die Feiertage bereits angenommen haben und jetzt eine Alternative suchen müssen.

Beamte arbeiten nicht mehr

Während die griechischen Behörden von „Systemproblemen“ sprechen, soll nach Informationen des türkischen Zeitung „Habertürk“ die finanzielle Notlage der Griechen und die Nichtauszahlung der Beamtengehälter schuld sein. Wie der Chef des Verbands der türkischen Reiseagenturen, Basaran Ulusoy, dazu gegenüber der Zeitung „Hürriyet“ sagte, gebe es zwar einen „Fehler im System“, aber die Beamten zeigten sich über die ausgezahlten Gehälter nicht erfreut und würden die Arbeit verlangsamen.

Erst am Dienstag hatte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu gesagt, die Türkei wolle dem Nachbarn aus der Patsche helfen. Die Türkei sei bereit, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit Griechenland die Schuldenkrise überwinde. Konkret wurde aus Ankara nur verlautbart, dass eine Zusammenarbeit in den Sektoren Tourismus, Handel und Energie infrage komme. Der Sprecher von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte auf Anfrage von Journalisten, die Türkei habe aber bisher keine Kreditanfrage von Griechenland erhalten.

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