Österreicher Sajdik übernimmt hohes Amt in OSZE
Der österreichische Spitzendiplomat Martin Sajdik, derzeit UNO-Botschafter in New York, wird der neue Ukraine-Sondergesandte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sajdik werde sein neues Amt „ab sofort“ ausüben, hieß es aus dem Außenministerium.
Die Entscheidung über die Berufung des österreichischen Botschafters traf formell der serbische OSZE-Vorsitz unter Serbiens Außenminister Ivica Dacic, da der OSZE-Ukraine-Sondergesandte der Beauftragte des jeweiligen OSZE-Vorsitzenden ist. Dacic hatte sich dafür nach Diplomatenangaben mit der Troika, dem vorigen OSZE-Vorsitzland Schweiz und dem nachfolgenden, Deutschland, abgesprochen.
Konflikt spitzt sich zu
Der 66-jährige, Russisch sprechende Sajdik ist seit Jänner 2012 Ständiger Vertreter Österreichs bei der UNO in New York. Der Jurist studierte auch an der Lomonossow-Universität in Moskau und an der Außenstelle der Johns-Hopkins-Universität in Bologna.
Der Konflikt in der Ukraine hat sich in den vergangenen Wochen erneut zugespitzt. Nach den heftigsten Gefechten seit Monaten in der Ostukraine bestätigten OSZE-Beobachter den Einsatz verbotener schwerer Waffen im Kriegsgebiet. Insgesamt wurden in dem Konflikt in den vergangenen Monaten nach UNO-Angaben mehr als 6.400 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben.