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„Die Toten kommen“ nach Wien

Die Kunstaktion „Die Toten kommen“, seit kurzer Zeit Aufregerthema in Deutschland, findet auch in Österreich Widerhall. So wurde auf der Ringstraße, gleich gegenüber vom Parlament, ein symbolisches Grab gesichtet. Geschmückt ist es mit zwei einfachen Holzkreuzen und den Aufschriften „Die Toten kommen“ sowie „Borders kill“.

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In Deutschland hatte die Aktion des Künstlerkollektivs Zentrum für politische Schönheit am Sonntag in einer Demo („Marsch der Entschlossenen“) zum Berliner Kanzleramt gegipfelt. Schon davor hatte ihr Konzept für heftige Debatten gesorgt. Denn „Die Toten kommen“ ist wörtlich gemeint, die Gruppe will die Leichname von bei der Flucht umgekommenen Menschen nach Deutschland überstellen und dort bestatten. In einigen Fällen wurde das auch schon durchgeführt, heißt es.

Angeblich tote Frau aus Syrien bestattet

Der Veranstalter hatte am Dienstag laut eigenen Angaben in Berlin bereits eine tote Frau aus Syrien bestattet. Die Aktionen sollen auf das Schicksal Tausender im Mittelmeer ertrunkener Flüchtlinge aufmerksam machen.

Symbolische Gräber vor dem Bundestag in Berlin

APA/dpa/Rainer Jensen

Symbolische Gräber vor dem Kanzleramt

Bei dem Marsch zur Residenz der deutschen Kanzlerin Angela Merkels in Berlin rissen die Aktivisten laut Polizeiangaben einen Bauzaun nieder und hoben Medienberichten zufolge rund 100 Gräber auf dem Rasen vor dem Sitz des Bundestags aus. Auf Kreuzen standen Slogans wie „EU kills“ und „Grenzen töten“. Es gab einzelne Festnahmen, zudem wurden Anzeigen erstattet, unter anderem wegen Landfriedensbruchs.

Die Aktivisten wollten eigentlich direkt mit einem Bagger vor das Kanzleramt ziehen, um dort einen Friedhof für Flüchtlinge zu errichten. Das untersagte ihnen laut eigenen Angaben allerdings die Polizei. Die Veranstalter verzichteten auch darauf, Leichen von Flüchtlingen mit sich zu führen und an Ort und Stelle zu begraben. Das war den Initiatoren durch eine polizeiliche Auflage ebenfalls untersagt worden.

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