Iran: Atomabkommen nimmt Form an

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Nach iranischen Angaben nimmt das Atomabkommen mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland allmählich Form an. Zum ersten Mal machte Teheran Angaben dazu, wie das für Ende des Monats geplante umfassende Abkommen aussehen könnte. „Das Abkommen selbst hat ungefähr 20 Seiten, hinzu kommt ein Anhang mit weiteren 40 bis 50 Seiten“, sagte Verhandler Abbas Araghchi gegenüber iranischen Medienvertretern heute in Wien.

Der Iran und Vertreter der internationalen Gemeinschaft trafen sich gestern und heute in der Bundeshauptstadt, die auch Sitz der Internationalen Atombehörde (IAEA) ist, zu einer Gesprächsrunde. Der Entwurf für das Abkommen zur Beilegung des zwölfjährigen Streits sei aber noch nicht fertig und weise noch viele Lücken auf, sagte Araghchi, der Vizeaußenminister der Teheraner Regierung ist.

„Beide Seiten trauen einander nicht“

In den Anhängen seien Vereinbarungen für technische Kontrollen des iranischen Atomprogramms und zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran enthalten, meldete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Araghchi weiter. Außerdem werde es dort auch Bestimmungen zu einem Kontrollgremium für die Umsetzung des Abkommens und zur internationalen Zusammenarbeit mit dem Iran bei seinen zivilen Atomprojekten.

Araghchi berichtete von immer noch großem Misstrauen zwischen beiden Seiten. „Tatsache ist, dass beide Seiten einander nicht trauen“, sagte die Nummer zwei des iranischen Atomverhandlungsteams. Der Westen will verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Der Iran dementiert das und will die Aufhebung lähmender Sanktionen.