Kiew genehmigt Tankstellendeal mit Wiener Firma
Nach mehreren Monaten hat die ukrainische Wettbewerbsbehörde den Kauf der zweitgrößten ukrainischen Tankstellenkette durch eine österreichische Beteiligungsfirma genehmigt.
„Alle Genehmigungen sind da, das Closing ist erfolgt“, so Wolfgang Ruttenstorfer, Aufsichtsratschef der Wiener AMIC Energy Management GmbH, gegenüber der „Kronen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).
Terrorverdacht verzögerte Entscheidung
AMIC hatte den Ankauf der Tankstellenkette in der Ukraine, die im Besitz des russischen Ölkonzerns Lukoil steht, bereits im August 2014 bekanntgegeben. Die Wettbewerbshüter haben die Entscheidung über den Deal aber bis jetzt hinausgeschoben. Ukrainischen Medienberichten zufolge war der Grund dafür ein Ersuchen des ukrainischen Geheimdienstes SBU, der der Tankstellenkette im Jänner die Finanzierung von Terrororganisationen vorwarf.
Ab August 200 Tankstellen unter Marke „Amic“
Nun, da die Freigabe da ist, wollen die Österreicher bis August 200 der 230 Stationen auf „Amic“ umstellen und dafür zehn Millionen Dollar (9,1 Mio. Euro) investieren. Dazu kommen laut „Krone“ sechs Tanklager und 2.500 Mitarbeiter.
AMIC gehört Anwalt Johannes Klezl-Norberg, Investor Manfred Kunze und Banker Heinz Sernetz. Im Aufsichtsrat sitzt der frühere OMV-Boss Ruttenstorfer.