Himalaya-Beben: Totenzahl steigt auf mehr als 6.000

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Etwa sechs Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Himalaya ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben über die Marke von 6.000 gestiegen. Wie die nepalesische Polizei gestern (Ortszeit) mitteilte, wurden inzwischen 6.155 Tote und etwa 13.400 Verletzte registriert.

Kaum mehr Hoffnung bei Suche

Mittlerweile schwinden die Hoffnungen, weitere Überlebende aus den Trümmern zu retten. Die Such-und Rettungsaktionen gingen langsam zu Ende, teilte das Büro für UN-Katastrophenhilfe (Ocha) in der Nacht mit. Gestern waren noch zwei Überlebende geborgen worden. Nun müssten Tote bestattet, Vermisste identifiziert und Familien wieder zusammengeführt werden.

Die UN-Katastrophenhelfer verdeutlichten das Ausmaß der Katastrophe auch anhand der Sachschäden: mindestens 130.000 Häuser in Nepal wurden demnach zerstört, weitere 85.000 beschädigt.

Mount Everest für Touren wieder frei

Unterdessen ist der Mount Everest wieder für Touren freigegeben. Die Regierung werde den Berg nicht sperren, so das Tourismusministerium. Es gebe einige Gruppen, die weiter von nepalesischer Seite aus den Aufstieg planten.

„Es gibt für niemanden einen Grund, die Tour abzusagen“, so Gyanendra Shrestha vom Tourismusministerium. „So ist Abenteuer, es ist voller Unwägbarkeiten“, sagte er. An der Bergung der fast 200 Bergsteiger, die nach dem Beben auf dem höchsten Berg der Welt festgesessen waren, hatte sich zuvor eine moralische Debatte entzündet. Auch weitere Aufstiege sind angesichts der Lage in der Region umstritten.

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